Feuerwehr

40 Jahre Feuerwehrmann: „Wenn man es nicht schafft, jemanden zu retten, fasst man es als Niederlage auf“

Jörg Nugel hat seinen letzten Arbeitstag in der Feuerwache Weißensee. Die Berliner Zeitung sprach mit ihm über seine Erlebnisse, über Leben und Tod und kleine Wunder.

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Jörg Nugel in der Feuerwache Weißensee

Jörg Nugel in der Feuerwache Weißensee

© Kate Schultze

Feuerwehrleute sind hart im Nehmen. Und trotzdem sind sie von manchen Ereignissen ergriffen. Jörg Nugel erinnert sich gut daran, wie 2008 das Dach der Philharmonie in Berlin brannte. Funkenflug bei Bauarbeiten hatte die Dachkonstruktion in Brand gesetzt. Er und seine Leute retteten die Musikinstrumente aus dem Gebäude. Einigen der Musiker kamen vor Freude die Tränen, und Jörg Nugel begriff, welche Beziehung die Musiker manchmal zu ihren Instrumenten haben. „Das war für mich schon ergreifend“, sagt er.  Der Brand verlief relativ glimpflich, die Stahlbetondecke hatte den Musiksaal geschützt.

Vor Jörg Nugel liegt ein dickes Fotoalbum. Die Farbabzüge zeigen ihn mit Helm und Einsatzanzug. Inzwischen sitzt er nicht mehr auf einem Löschfahrzeug, sondern in seinem Büro in der Feuerwache Weißensee. Der Brandoberamtsrat mit Amtszulage – so lautet sein Enddienstgrad – geht in Pension. Er ist gerade 61 Jahre alt geworden, und heute ist sein letzter Arbeitstag. Nachher wird er seine Uniform in einen Karton legen und nach Charlottenburg in die Kleiderkammer schicken.

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