Heiße Tage in Berlin. Gut, dass es Alleen gibt, die Schatten und Kühlung spenden. Doch in der Torstraße in Mitte sollen mehrere Dutzend Bäume gefällt werden. Jetzt haben Anwohner erneut gegen den geplanten Umbau der Torstraße demonstriert. Dabei umarmten sie eine Linde – stellvertretend für andere gefährdete Bäume.
„Für eine lebendige Torstraße! Luft zum Atmen statt Verkehrspolitik von gestern!“ Das war das Motto der Demo am Mittwochabend. Nach Angaben der Bürgerinitiative Lebendige Torstraße, die zu dem Protestzug aufgerufen hatte, kamen rund 350 Menschen. Weil es so viele waren, gab die Polizei die Fahrbahn auf ganzer Breite frei.
Im Gespräch mit der Berliner Zeitung forderte Bezirksstadtrat Christopher Schriner (Grüne) den Senat auf, vor der Wahl keine vollendeten Tatsachen zu schaffen. Eckart Hasler, Sprecher der Initiative, appellierte an die Beschäftigten der Verwaltung. Sie sollten Bedenken gegen das Projekt geltend machen und es nicht umsetzen.
Verkehrsprojekte
42 Grad in Mitte: Warum Berliner einen Baum in der Torstraße umarmen
Sie stellen sich schützend vor eine 79 Jahre alte Linde: Rund 350 Menschen demonstrieren gegen den Umbau der Torstraße – und gegen die Baumfällungen.
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Solidarität mit gefährdeten Bäumen: Mehrere Dutzend Teilnehmer der Demonstration am 29. Juli umarmen eine Linde in der Torstraße.
© Nora Erdmann
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