9/11-Fall

Guantánamo-Häftling für verhandlungsunfähig erklärt

Ramsi bin al-Schibh soll als „besonders wertvoller Gefangener“ etwa 1300 Tage von der CIA festgehalten worden sein. Nun bescheinigte ihm ein Psychologe eine ...

dpa
2 Min
ARCHIV - Eine US-amerikanische Flagge weht im Gefangenlager Guantánamo im Wind.

ARCHIV - Eine US-amerikanische Flagge weht im Gefangenlager Guantánamo im Wind.

© Maren Hennemuth/dpa

Der Anwalt des Angeklagten hatte vor dem Militärgericht gesagt, die psychischen Probleme seines Mandanten seien auf die Folter - darunter Schlafentzug, Waterboarding und andere Formen brutalster Misshandlung - zurückzuführen, die er während seiner Zeit als Gefangener des US-Auslandsgeheimdienstes CIA durchlitten habe. So berichtete es die „New York Times“ aus dem Militärgericht. Nach Angaben der Zeitung wurde Ramsi bin al-Schibh im September 2002 in Pakistan festgenommen. Als „besonders wertvoller Gefangener“ wurde er demnach etwa 1300 Tage von der CIA festgehalten. 2006 wurde er in das berüchtigte Gefangenenlager Guantánamo auf einer Militärbasis in Kuba überstellt.

Ramsi bin al-Schibh wird vorgeworfen, einer der Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001 gewesen zu sein. Er soll eine Terroristenzelle in Hamburg mit aufgebaut zu haben, dessen Anführer abkommandiert wurde, mit einem der beiden Flugzeuge ins World Trade Center in New York zu fliegen. Bei den Anschlägen vom 11. September 2001 kamen in New York, am Pentagon in Washington und in Pennsylvania fast 3000 Menschen ums Leben.

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