Acht Tore, mehrere Wendungen und ein Comeback, das am Ende nicht mit drei Punkten belohnt wurde: Die Bundesliga-Frauen des 1. FC Union Berlin haben sich beim Hamburger SV in einem wilden Spiel mit 4:4 (1:2) getrennt. Nach drei Liga-Siegen in Folge mussten sich die Köpenickerinnen diesmal mit einem Zähler begnügen – obwohl sie sich gleich mehrfach zurück in die Partie gekämpft hatten.
Der Nachmittag im Volksparkstadion begann für Union vor 3.836 Zuschauern denkbar ungünstig. Svea Stoldt brachte den HSV in der zehnten Minute mit einem abgefälschten Distanzschuss in Führung, nur fünf Minuten später erhöhte Camilla Linberg mit einem direkt verwandelten Freistoß aus rund 30 Metern auf 2:0. Union hatte zuvor bereits Chancen zur Führung gehabt, geriet aber durch diese beiden Gegentreffer früh unter Druck.
Lia Kamber verkürzt für Union kurz vor der Pause
Die Berlinerinnen ließen sich davon nicht entmutigen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte verkürzte Lia Kamber mit einem Schuss von der Strafraumkante auf 1:2. Doch kaum war die zweite Halbzeit angepfiffen, stellte Stoldt mit ihrem zweiten Treffer den alten Abstand wieder her (49.). Die Antwort folgte prompt: Nele Bauereisen köpfte eine Flanke von Judit Pujols zum 2:3 ins Netz (50.).
Als Jill Janssens nach einer Kombination über Sophie Weidauer und Bauereisen in der 67. Minute zum 3:3 traf, schien Union das Spiel endgültig drehen zu können. Doch der HSV bekam einen Elfmeter zugesprochen, den Stoldt in der 72. Minute zum 4:3 verwandelte – ihr dritter Treffer des Tages.
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Union warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorn und wurde belohnt. Die eingewechselte Dina Orschmann köpfte in der 85. Minute eine Hereingabe von Pujols zum 4:4 ins Tor. In der Nachspielzeit fehlte dem HSV nur wenig zur erneuten Führung. So blieb es bei einem Unentschieden, das zugleich das torreichste Spiel der Union-Frauen in ihrer Bundesliga-Geschichte war.
Acht Tore waren offenbar noch nicht genug: Schon am kommenden Sonnabend treffen Union Berlin und der Hamburger SV erneut aufeinander. In der zweiten Runde des DFB-Pokals kommt es um 13 Uhr in Hamburg zur Neuauflage des wilden 4:4. Sollte es wieder so torreich zugehen, wird diesmal so lange weitergespielt, bis ein Sieger feststeht – notfalls im Elfmeterschießen.
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