Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben in Magdeburg 440 Wahlberechtigte ihre Briefwahlunterlagen doppelt zugeschickt bekommen. Das städtische Wahlamt habe die Betroffenen identifiziert und die doppelten Wahlscheine für ungültig erklärt, teilte die Stadt Magdeburg mit. Sie erhielten neue Unterlagen mit einer neuen, eindeutigen Wahlscheinnummer.
Die 440 Wahlscheine seien versehentlich zweifach gedruckt und anschließend versendet worden, hieß es aus der Stadtverwaltung. Die Landeswahlleitung sei vollständig informiert.
Stadt sieht Integrität der Wahl gewährleistet
„Die Integrität der Wahl ist zu jedem Zeitpunkt gewährleistet“, teilte die Stadt mit. Eine Mehrfachabstimmung sei nicht möglich. Die für ungültig erklärten Wahlscheine stünden auf einer Liste, mit der die Wahlvorstände am Wahlsonntag die Briefwahlunterlagen prüften. Die nun ungültigen Unterlagen könnten die Betroffenen selbst entsorgen.
FDP-Landeschefin und Spitzenkandidatin Lydia Hüskens, die am Dienstag selbst im Magdeburger Briefwahllokal ihre Stimme abgab, warb für die Briefwahl und wies Zweifel an deren Sicherheit zurück: „Briefwahl ist genauso sicher wie die Wahl direkt vor Ort“, sagte sie laut einer Mitteilung ihrer Partei.
Debatte nach Chrupalla-Äußerungen
Über die Sicherheit der Briefwahl war zuletzt debattiert worden, nachdem AfD-Bundeschef Tino Chrupalla im ARD-Sommerinterview mögliche Manipulationen in Pflegeheimen ins Spiel gebracht hatte. Belege dafür lieferte er nicht. Landeswahlleiterin Christa Dieckmann wies solche Vorwürfe gegenüber der Deutschen Presse-Agentur zurück: „Diese allgemeinen Vorwürfe teile ich nicht und weise sie daher ausdrücklich zurück.“ (mit dpa)
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