NEUENHAGEN. Gegenwärtig sind etwa 50 zusätzliche Polizisten im östlichen Berliner Umland im Einsatz, um gegen die Bande vorzugehen, die gegenwärtig ständig in Häuser einbricht. Auch die auf Bandenjagd spezialisierte Sonderkommission (Soko) Delta in Frankfurt (Oder) ist wieder aktiv. Vor allem in und um Neuenhagen vergeht mittlerweile kein Tag mehr, an dem der Polizei nicht ein Einbruch gemeldet wird. Zwischen August 1999 und Mitte Januar 2000 wurden im Landkreis Märkisch-Oderland 45 Einbrüche verübt, sagte Polizeioberkommissar Jörg Reß. Davon entfielen 37 auf das Gebiet nördlich der S-Bahn. Laut Reß wurden besonders die Gemeinden Neuenhagen und Hönow jeweils neun Einbrüche und Dahlwitz-Hoppegarten zehn Einbrüche von den Dieben heimgesucht."Die Täter kommen insbesondere in der Morgen- und Abenddämmerung", sagt der Polizeioberkommissar. In einigen Fällen hätten sie auch nachts versucht, in die Einfamilienhäuser einzudringen, seien aber teilweise durch die Bewohner gestört worden. Das Vorgehen sei stets dasselbe: Die Täter würden immer Fenster einschlagen oder aufhebeln, um in das Haus zu gelangen."Es gibt Erkenntnisse, dass wie vor zwei Jahren wieder rumänische Banden im Umland aktiv sind", sagte Reß. Vor wenigen Tagen verhafteten Berliner und Brandenburger Polizisten auch eine sechsköpfige rumänische Gang im Berliner Stadtbezirk Neukölln. Die von ihnen verwendeten beiden Autos seien im Landkreis Märkisch-Oderland gestohlen worden. Auch weiteres, bei ihnen entdecktes Diebesgut stamme aus Einbrüchen in dem Gebiet. Bereits 1997/98 hatte eine Serie von über 100 Einbrüchen vorwiegend in Einfamilienhäuser die Brandenburger verunsichert. Damals hatte die Soko Delta in einer groß angelegten Aktion rumänische Banden ermittelt beziehungsweise vertrieben. "Wahrscheinlich sind sie im Sommer vergangenen Jahres zurückgekehrt", sagte der Polizeioberkommissar.
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