Trockenheit

500 Waldbrände in diesem Sommer - Brunnenbau und Waldwege

Die Trockenheit sei in Brandenburg so extrem wie noch nie in der Geschichte des Landes, so Innenminister Stübgen. Für die Feuerwehr waren knapp 500 Waldbränd...

dpa
2 Min
Ein Feuerwehrmann bearbeitet nach einem Waldbrand den Waldboden mit einer Hacke.

Ein Feuerwehrmann bearbeitet nach einem Waldbrand den Waldboden mit einer Hacke.

© Daniel Schäfer/dpa/Symbolbild

Neben der extremen Trockenheit hätten außergewöhnliche Windereignisse für Großbrände gesorgt, erklärte der Minister. So habe in Frohnsdorf und Beelitz (Potsdam-Mittelmark) ein Heißluftsturm über Stunden die Flammen angefacht, wie er sonst nur aus Afrika bekannt sei. Und bei Falkenberg (Elbe-Elster) habe eine Gewitterzelle einen Tornado ausgelöst, der den zuvor bereits unter Kontrolle gebrachten Waldbrand auf die zwanzigfache Fläche ausgeweitet habe.

Glücklicherweise konnten in diesem Jahr 35 neue Tanklöschfahrzeuge und 5 neu angeschaffte Hochleistungspumpen eingesetzt werden, wie Stübgen berichtete. „Wir sind gut aufgestellt, aber noch nicht ausreichend“, räumte der Minister ein. „Wir müssen noch mehr tun.“

Wegen der Munitionsbelastung großer Brandflächen sei der Einsatz von Löschhubschraubern der Bundeswehr und der Bundespolizei unbedingt notwendig gewesen. Nach Angaben von Stübgen sind in Brandenburg 292 000 Hektar Waldflächen mit Munition belastet. „Und trotz der kontinuierlichen Beräumung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst wird es immer mehr, weil noch längst nicht alle munitionsbelasteten Flächen entdeckt sind“, mahnte der Minister.

Dass die meisten Brände schnell gelöscht werden könnten, liege an der flächendeckenden Überwachung der Wälder mit Kameras rund um die Uhr, sagte Stübgen.„Waldbrände werden bei uns sehr schnell erkannt und entsprechend wird auch der erste Löschangriff schnell ausgeführt.“

Bei dem Großbrand im Juni in Beelitz waren rund 200 Hektar Landeswald vernichtet worden. Die Stadt kündigte am Mittwoch an, dass für die Bekämpfung künftiger Waldbrände weitere Löschwasser-Entnahmestellen an den Waldwegen erschlossen werden sollen. Bereits nach einem Großbrand in Fichtenwalde im Jahr 2018 seien zehn Tiefbrunnen neu angelegt worden. In den Wäldern sollen alle toten Bäume eingesammelt werden, um die Brandlast zu verringern.

Zudem sollen die Hauptwege im Wald für schwere Fahrzeuge befahrbar gemacht werden, damit Löschpanzer und Feuerwehrfahrzeuge zum Einsatzort kommen können, wie die Stadt mitteilte. Dafür sollen auch Übergänge wie Brücken für Rettungsfahrzeuge ertüchtigt werden.

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