Jahrelang zahlte Uwe Klein 440 Euro Nettokaltmiete für seine Wohnung. Jetzt sollen es 260 Euro mehr werden – eine Mieterhöhung um 60 Prozent. Im Gegenzug sollen der 79-jährige Rentner und seine Ehefrau einen lebenslangen Schutz vor Eigenbedarfs- und Verwertungskündigungen erhalten.
So lautete das Angebot jener Firma, die die Siedlung am Brunsbütteler Damm dieses Jahr erworben hat. Doch was anfangs verlockend klang, sehen einzelne Mieter nun mit ganz anderen Augen. Recherchen der Berliner Zeitung zeigen, dass zumindest einige Bewohner einen Teil dieses Kündigungsschutzes ohnehin gehabt haben könnten. War das Angebot für die Mieter in Spandau also nur eine Masche?
Spandau
60 Prozent mehr Miete, dafür Kündigungsschutz – „Hier wurde die Angst der Mieter ausgenutzt“
Höhere Miete, dafür Kündigungsschutz: Solche Angebote erhalten Bewohner am Brunsbütteler Damm in Spandau. Warum manche das Angebot nur für Augenwischerei halten.
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Auf zahlreichen Demonstrationen haben Berliner in diesem Jahr ihrem Unmut über den Wohnungsmarkt in der Stadt Luft gemacht.
© Jochen Eckel/imago
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