Leichtathletik

63 Punkte fehlen zur WM-Medaille: Weißenberg starke Siebenkampf-Siebte

Hochspannung im WM-Siebenkampf: Sophie Weißenberg verpasst in einer engen Entscheidung nur knapp eine Medaille.

sid
2 Min
Sophie Weißenberg konnte ihre persönliche Bestleistung bei der WM in Budapest auf 6438 Punkte steigern.

Sophie Weißenberg konnte ihre persönliche Bestleistung bei der WM in Budapest auf 6438 Punkte steigern.

© Sven Hoppe/dpa

Sophie Weißenberg biss auf die Zähne, zog lange Schritte, versuchte alles. Doch als die deutsche Siebenkämpferin im Ziel auf allen Vieren nach Luft schnappte, war klar: Zu einer Medaille hatte es bei der Leichtathletik-WM in Budapest knapp nicht gereicht. Die Leverkusenerin musste sich mit 6438 Punkten mit Rang sieben begnügen.

Nur 63 Punkte fehlten Weißenberg nach zwei harten Tagen in der Hitze auf das Podest. Dennoch strahlte sie, als die Siebenkampf-Familie unter dem Applaus der knapp 35.000 Zuschauer auf die Ehrenrunde ging.

Britin Katarina Johnson-Thompson holt Siebenkampf-Titel

Neue Weltmeisterin ist nach einem überaus spannenden Mehrkampf die Britin Katarina Johnson-Thompson (6740). Die Siegerin von 2019 setzte sich mit nur 20 Zählern Vorsprung vor der Amerikanerin Anna Hall (6720) durch, Bronze ging an die Niederländerin Anouk Vetter (6501).

Weißenberg hatte bis zum abschließenden 800-m-Lauf von einer Medaille träumen dürfen und als Vierte mit 21 Punkten Rückstand auf Bronze in Lauerstellung gelegen. Allerdings war klar: Aufgrund ihrer Vorleistungen hätte Weißenberg auf den zwei Stadionrunden über sich hinauswachsen müssen. 2:18,03 Minuten reichten letztlich nicht, um doch noch aufs Podest zu springen. Stattdessen verlor Weißenberg noch drei Positionen.

Die deutsche Hoffnungsträgerin, die sich eher unverhofft zur Medaillenanwärterin aufgeschwungen hatte, war mit einem durchwachsenen Weitsprung (6,10) und starken Speerwurf (48,51) in den Sonntag gestartet. Am ersten Tag hatte die Psychologie-Studentin insbesondere mit der persönlichen Bestleistung von 1,86 m im Hochsprung sowie 13,97 m mit der Kugel überzeugt. Das nächste große Ziel sind nun die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris.

Vanessa Grimm, die nach einem Kreuzbandanriss ihre Comeback-Saison gibt, belegte mit 6088 Punkten den 14. Platz. Carolin Schäfer hatte den Wettkampf vor den 200 m am Samstagabend wegen Kniebeschwerden abbrechen müssen, die Frankfurterin hatte als bisher letzte deutsche Siebenkämpferin mit Silber 2017 eine WM-Medaille gewinnen können.

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