Wetter

65 km/h und Graupel: Heute Nachmittag kippt es an der Ostsee

Wetter am Sonntag: Der DWD meldet im Ostseeumfeld kurze Gewitter mit Graupel und Böen bis 65 km/h. Im Süden bleibt es nach Frühnebel trocken.

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Dunkle Wolken über einem Dorf, im Vordergrund ein ausgedörrtes Feld: Am Sonntag ziehen im Norden Schauer durch. (Symbolbild)

Dunkle Wolken über einem Dorf, im Vordergrund ein ausgedörrtes Feld: Am Sonntag ziehen im Norden Schauer durch. (Symbolbild)

© IMAGO/Alexander Wolf

Im Ostseeumfeld sind an diesem Sonntag kurze Gewitter mit Graupel und stürmischen Böen um 65 km/h möglich. Der Deutsche Wetterdienst meldet an den Küsten den ganzen Tag über steife Böen um 55 km/h, am Nachmittag auch im Binnenland von Mecklenburg-Vorpommern. Von Dienstag an dreht die Lage: Für Donnerstag stehen bis zu 32 Grad und teils unwetterartige Gewitter in den Karten.

Deutschland ist an diesem Sonntag zweigeteilt. In der Mitte und im Süden löst sich der flache Frühnebel, der gebietsweise Sichtweiten unter 150 Metern brachte, im Laufe des Vormittags rasch auf. Danach bleibt es dort weitgehend trocken. Im Norden ziehen Schauer durch, an der Ostsee kommen kurze Gewitter dazu.

Verantwortlich ist eine nordwestliche Strömung zwischen einem Tief über Westrussland und einem Hoch über den Britischen Inseln. Sie führt erwärmte Meeresluft polaren Ursprungs nach Mitteleuropa. Die Höchstwerte liegen zwischen 17 Grad an der Küste und 25 Grad im Südwesten.

Ostsee: Graupel und Böen bis 65 km/h

Der Warnlagebericht des DWD nennt für das Ostseeumfeld einzelne kurze Gewitter mit geringer Wahrscheinlichkeit. Wenn eine Zelle trifft, dann mit stürmischen Böen um 65 km/h, Graupel und Starkregen um 15 Liter pro Quadratmeter binnen einer Stunde. Eingangs der Nacht zum Montag klingt das ab.

Der Wind ist der verlässlichere Teil der Lage. An den Küsten wehen steife Böen um 55 km/h aus West bis Nordwest, an der Ostsee in exponierten Lagen teils stürmische Böen um 65 km/h. Am Nachmittag sind auch im Binnenland von Mecklenburg-Vorpommern einzelne steife Böen möglich, wenn kräftigere Schauer durchziehen. An der vorpommerschen Küste klingen die Windböen erst in der Nacht zum Montag ab.

Maßgeblich sind die amtlichen Warnungen für den eigenen Landkreis, abrufbar über die Warnkarte des DWD. Wo einzelne Zellen entstehen, lässt sich erst wenige Stunden vorher eingrenzen, bei kurzlebigen Schauergewittern oft erst im Radarbild.

Montag ruhig, Dienstag Regen von Südwesten

Der Montag bringt nach der Wochenvorhersage der Wettergefahren-Zentrale voraussichtlich kein signifikantes Wetter. In der Nacht zuvor bildet sich über der Landesmitte vor allem in den Flusstälern erneut Nebel.

Am Dienstag bleibt die Nordosthälfte sonnig und trocken. Im Südwesten verdichten sich schon am Vormittag die Wolken, im Tagesverlauf greift Regen auf den Süden und die Mitte über, später mit Schauern und einzelnen Gewittern. Die Höchstwerte: 20 bis 27 Grad.

In der Nacht zum Mittwoch bleibt es im Westen wolkig mit einzelnen Schauern, im Nordosten klart es auf. Die Tiefstwerte reichen von 17 Grad im Westen bis 10 Grad im Osten.

12 Grad Unterschied an einem Tag

Von Mittwoch an steigt die Kurve. Die Zehn-Tage-Vorhersage des DWD reicht am Mittwoch von 22 Grad direkt an der See bis 30 Grad im Markgräfler Land.

Am Donnerstagnachmittag stehen zwischen 20 Grad auf Rügen und lokal 32 Grad im Süden. Zwölf Grad Unterschied an einem einzigen Tag – das ist die Spanne, die diese Woche prägt. Vor zwei Wochen lief die Umstellung noch in die andere Richtung, als die Modelle einen der markantesten Temperaturstürze des Sommers berechneten.

Der Donnerstag bringt zugleich das größte Unwetterrisiko. Nach einem sonnigen Vormittag verdichten sich am Nachmittag in der Westhälfte die Wolken, danach folgen häufig Schauer und Gewitter, teils unwetterartig. Die Osthälfte bleibt bis zum Abend trocken. In der Nacht zum Freitag weitet sich der Regen nach Osten aus.

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334 von 400 Landkreisen sind in der Dürre

Nach dem Dürreradar befanden sich Mitte August 334 von 400 Landkreisen in einer Dürre, 283 davon in extremer oder außergewöhnlicher Ausprägung.

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