Revolution

70 Jahre Ungarn-Aufstand: Wie der Kreml die Revolte selbst auslöste

1956 erhoben sich die Ungarn gegen Moskau, befeuert von Machtkämpfen im Kreml. Heute feiert die Magyar-Regierung mit EU-Politikern.

8 Min
Was als friedliche Studentendemonstration begann, endete in einem blutigen Kampf gegen die Sowjetarmee.

Was als friedliche Studentendemonstration begann, endete in einem blutigen Kampf gegen die Sowjetarmee.

© Daniel Alfoldi/imago

Am Ende standen nur noch die Stiefel. Am Abend des 23. Oktober 1956 rissen Demonstranten in Budapest die monumentale Stalin-Statue von ihrem Sockel. Übrig blieben die bronzenen Schaftstiefel des sowjetischen Führers. Sie wurden zum Symbol eines Aufstands, der binnen 13 Tagen Hoffnung, Euphorie, Lynchjustiz und schließlich eine blutige Niederlage brachte. Rund 2500 bis 3000 Ungarn und etwa 700 sowjetische Soldaten kamen ums Leben, rund 200.000 Menschen flohen über die offene Grenze nach Österreich.

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