Die Proteste junger Menschen treffen in Deutschland auf viel Zustimmung. Nach einer repräsentativen Umfrage für den ARD-„Deutschlandtrend“ bringen rund drei Viertel der Befragten Verständnis für die Anliegen der Demonstrierenden auf. Die Daten gab der WDR am Donnerstag in Köln bekannt.
Konkret äußerten 73 Prozent aller Befragten Verständnis, während 22 Prozent dieses ablehnten.
Das sagt die Umfrage über die Politik
Noch deutlicher ist das Ergebnis bei der Frage, wie gut die Politik auf die Jüngeren eingeht. 82 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer meinen, dass die Belange junger Menschen hierzulande weniger gut oder schlecht beachtet werden. Nur 13 Prozent sehen das anders.
Diese Kritik an der politischen Berücksichtigung zieht sich quer durch die Befragung. Sie bildet den Hintergrund für die Frage, welche Parteien bei jungen Wählern punkten.
Linke und AfD führen bei jungen Wählern
Gefragt, welcher Partei sie am ehesten zutrauen, sich für ihre Interessen einzusetzen, nannten die Jüngeren vor allem die Linke mit 29 Prozent und die AfD mit 21 Prozent. Die beiden Parteien liegen damit bei der nachwachsenden Generation vorn.
Auch bei einzelnen Politikfeldern bleibt das Muster bestehen. In der Bildungspolitik halten 20 Prozent der 18- bis 34-Jährigen die Linke und 18 Prozent die AfD für kompetent.
Wohnen und soziale Gerechtigkeit als Streitthemen
Beim bezahlbaren Wohnraum sehen 32 Prozent der Jüngeren die Linke am besten aufgestellt, gefolgt von der AfD mit 19 Prozent. Das Thema Miete und Wohnen bewegt die junge Generation offenkundig stark.
Bei der sozialen Gerechtigkeit führt erneut die Linke mit 32 Prozent. Dahinter folgen die SPD mit 17 Prozent und die AfD mit 14 Prozent.
Hinter den Ergebnissen steht . Befragt wurden von Montag bis Mittwoch 1.297 Wahlberechtigte ab 18 Jahren telefonisch und online durch das Institut infratest dimap. (mit epd)
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