Brutal Berlin

730.000 Euro Steuergeld für eine ruhige Straße in Berlin – doch das eigentliche Kunststück kommt erst noch

In Charlottenburg wird eine ruhige Straße zur Baustelle, während eine echte Problem-Kreuzung ein paar Meter weiter seit Jahren wartet. Was das über Berliner Prioritäten verrät.

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Eine verkehrsberuhigte Zone auf einer eh schon ruhigen Straße: Dafür gibt Berlin Geld aus.

Eine verkehrsberuhigte Zone auf einer eh schon ruhigen Straße: Dafür gibt Berlin Geld aus.

© Fotoillustration: Berliner Zeitung am Wochenende. Fotos: Imago, Unsplash

Seit Tagen steht Charlottenburg Kopf – zumindest an einer einzigen Kreuzung. An der Ecke Rückertstraße und Schillerstraße bildet sich täglich ein Menschenauflauf, wie ihn diese Gegend seit Jahren nicht gesehen hat.

Kein Unfall, kein Straßenfest – Anlass ist ein Bauschild. Menschen bleiben stehen, setzen die Lesebrille auf, treten näher, lesen, treten zurück, lesen noch einmal. Ein Mann tippt auf das Plakat, als habe er einen Fehler im Landeshaushalt entdeckt. Ein Hund pinkelt gegen den Bauzaun – offenbar die einzige Instanz vor Ort, die schon eine klare Meinung hat.

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