Thementage

75 Jahre Berliner Festspiele: Jubiläumsprogramm mit Merkel, Musikfest und Stadttouren

Zum 75-jährigen Bestehen laden die Berliner Festspiele an diesem Wochenende zu Diskussionen mit prominenten Gästen und Stadtführungen entlang der Ringbahn. Die Gäste erwartet ein mehrtägiges Programm.

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Angela Merkel (CDU), ehemalige Bundeskanzlerin, stellt sich den Fragen des muslimisch-jüdischen Wissenschaftlerpaars Saba-Nur Cheema und Meron Mendel.

Angela Merkel (CDU), ehemalige Bundeskanzlerin, stellt sich den Fragen des muslimisch-jüdischen Wissenschaftlerpaars Saba-Nur Cheema und Meron Mendel.

© Kay Nietfeld/dpa

Die Berliner Festspiele begehen ihr 75-jähriges Jubiläum mit einem mehrtägigen Programm unter dem Motto „Die große Unordnung". Wie Intendant Matthias Pees bei der Programmvorstellung mitteilte, sind Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik geladen. In der Reihe „Reflexe und Reflexionen" sollen unter anderem die künftige Weltordnung, der Druck auf liberale Demokratien und die Zukunft des Wissens diskutiert werden.

Eröffnet wurden die Thementage am Donnerstagabend im Haus der Berliner Festspiele. Der britische Wirtschaftshistoriker Adam Tooze und die sudanesisch-britische Autorin Nesrine Malik gingen dabei der Frage „Die große Unordnung: Neuanfang oder Ende?" nach. Am Samstag stellt sich Altbundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Fragen des muslimisch-jüdischen Wissenschaftlerpaars Saba-Nur Cheema und Meron Mendel, das die Reihe zugleich kuratiert. Zum Abschluss werden am Sonntagabend der ehemalige chilenische Präsident Gabriel Boric, die Präsidentin der Signal Foundation und KI-Expertin Meredith Whittaker sowie die Ökophilosophin Corine Pelluchon zur Frage „Welches Wissen braucht die Zukunft?" erwartet.

Stadtführungen zu nicht realisierten Bauprojekten

Ab Freitag starten anlässlich des Jubiläums sechs geführte Touren auf der Berliner Ringbahn. Unter dem Titel „What If Berlin" hat der japanische Künstler Akira Takayama an 27 S-Bahn-Stationen „Orte vergessener Zukunftsentwürfe" zusammengetragen. Thematisiert werden nicht umgesetzte Architektur-, Verkehrs- und Bildungsvisionen. Die Führungen finden an den kommenden vier Wochenenden statt.

Ebenfalls am Freitag beginnt in der Philharmonie das Musikfest Berlin. Die Festrede hält Meron Mendel, Publizist und Direktor der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main. Zum Auftakt führen das Finnische Radio Symphonie Orchester und der Helsinki Kammerchor „Le Grand Macabre" von György Ligeti (1923–2006) auf. Das Musikfest läuft bis zum 23. September und umfasst 36 Veranstaltungen mit Ensembles aus neun Staaten, darunter mehrere Uraufführungen.

Bundeseinrichtung mit Sitz in der Schaperstraße

Die Berliner Festspiele wurden 1951 im Westteil der Stadt gegründet und sind seit 2002 eine Einrichtung des Bundes. Gemeinsam mit der Berlinale und dem Haus der Kulturen der Welt bilden sie die „Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH". Zu den bekanntesten regelmäßigen Formaten zählen das Theatertreffen, das Jazzfest Berlin und das Musikfest Berlin. Auch der Gropius Bau als Ausstellungshaus und das Haus der Berliner Festspiele in der Schaperstraße, ehemaliger Spielort der Freien Volksbühne, gehören zur Institution.

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