Internetradio

Mit radio.garden um die Welt

Unser Planet ist eine Kulturlandschaft der Kommunikation. Die Plattform radio.garden macht das erfahrbar und erlaubt Ohrenreisen zu den einsamsten Winkeln der Erde. Ein schönes Erlebnis in diesen Tagen.

2 Min
Jedes Glühwürmchen steht für mindestens eine Radiostation. 

Jedes Glühwürmchen steht für mindestens eine Radiostation. 

© Screenshot radio.garden

Man sieht unseren blauen Planeten in einer Dämmerstunde – die Weiten der Ozeane, die Formen der Kontinente und Inseln. Und darauf verteilt in hübschem Glühwürmchengrün leuchten die Sendeanstalten. Tatsächlich zeigt sich die Erde – auch wenn weite Teile im Dunkeln liegen – als eine Kulturlandschaft, ein Garten der Sozialität und Kommunikation.

Knistern im Endgerät

Mit den üblichen Navigationswischern kann man den Erdball im Weltraum drehen, hinein- und hinauszoomen. Es ist, als würde die kleine blaue Leuchtkugel selbst zu einem Radioknopf, mit dem man den Sender sucht. Durch einen kleinen Ring peilt man die Glühwürmer unten auf der Erdoberfläche an, die nach einem knisternden Moment den Weg zum Endgerät finden und lossenden. Man lauscht hinein und fliegt weiter.

Auf diese Weise komme ich vom sibirischen Jakutsk, wo um 22.50 Uhr synthetischer Techno pumpt, über Tofino auf Vancouver Island, wo sie um 6.52 Uhr morgens offenbar Hardrock lieben. Nach einem Abstecher zu Radio Ciudad del Mar auf Kuba, wo um 8.56 Uhr Nachrichten verkündet werden (es geht um Corona), lande ich auf Hawaii (wo eine amerikanische Heldenstimme um 4.01 Uhr Wetterdaten durchgibt).

Signale aus dem Pazifik: Wind-, Wellen- und Wetterbericht aus Hawaii.

Signale aus dem Pazifik: Wind-, Wellen- und Wetterbericht aus Hawaii.

© Screenshot radio.garden

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Hier bleibe ich hängen, lausche der Stimme, die offenbar direkt von der Brücke eines Forschungsschiffs in schwerem Wetter an mein Ohr dringt, immer wieder in der Kurzwellengischt versinkend und von den Wellenkämmen an die Kraterränder der Funklöcher gehoben. Hallo, Held, ich höre dich. Wir sind nicht allein. Ich zoome raus und finde mich nachmittags, kurz nach Vier in meinem Homeoffice wieder.

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