Pandemie

750-Millionen-Euro-Programm für Corona-Impfstoff beschlossen

Das Sonderprogramm setze auf zwei Säulen, die Entwicklung und die Produktion eines Impfstoffs. Mit einem breit einsetzbares Präparat sei jedoch erst Mitte 2021 zu rechnen, so Forschungsministerin Karliczek.

OAZ
2 Min
Weltweit wird an der Entwicklung eines Impfstoffs gearbeitet.

Weltweit wird an der Entwicklung eines Impfstoffs gearbeitet.

© imago images

Wie Karliczek sagte, setzt das Programm auf zwei Säulen. Die erste Säule sei die Entwicklung, die zweite die Produktion. Es sollten bei der Entwicklung mit Hilfe des Sonderprogramms Studien mit einer größeren Anzahl von Probanden ermöglicht werden, als dies sonst üblich ist. Dies verspreche schnellere Fortschritte.

So könnten frühzeitig medizinisches Personal oder Menschen aus den Risikogruppen, etwa Ältere oder an Krebs vorerkrankte Menschen, mit einbezogen werden. Die Teilnahme an Studien erfolge ausschließlich auf der Basis von Freiwilligkeit.

Mit der zweiten Säule des Programms solle bereits jetzt vorbereitet werden, dass große Mengen produziert werden können, sobald ein Impfstoff gefunden ist. Dabei gehe es etwa um die Beschaffung von Inhaltsstoffen oder um Verträge mit Dienstleistern, welche den Impfstoffe dann abfüllen.

„Ein wirksamer Impfstoff ist der Schlüssel für die Rückkehr zur Normalität“, sagte Karliczek. „Wir dürfen trotzdem keine Wunder erwarten“, warnte sie zugleich. Die Menschen müssten sich auch auf Rückschläge einstellen. „Frühestens Mitte 2021“ stünden Impfstoffe bereit, die im großen Stil eingesetzt werden könnten.

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