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85 km/h und Hagel: Heute 35 Liter Regen – der Donnerstag wird der härteste Tag der Woche

Wetter heute: DWD meldet bis 35 Liter am östlichen Alpenrand, Böen bis 60 km/h. Am Donnerstag Gewitter mit Sturmböen bis 85 km/h und Hagel.

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Eine Regenfront zieht über einen oberbayerischen See: Ab Donnerstag rechnet der Deutsche Wetterdienst mit Gewittern, Hagel und Sturmböen bis 85 km/h. (Symbolbild)

Eine Regenfront zieht über einen oberbayerischen See: Ab Donnerstag rechnet der Deutsche Wetterdienst mit Gewittern, Hagel und Sturmböen bis 85 km/h. (Symbolbild)

© Imago

Am östlichen Alpenrand fallen an diesem Dienstag bis zu 35 Liter pro Quadratmeter in drei bis sechs Stunden. Im übrigen Land bleibt es überwiegend bei ruhigem Landregen, für Donnerstag kündigt der Deutsche Wetterdienst dagegen Gewitter mit Sturmböen bis 85 km/h und Hagel an.

Für den Rhein bringt die feuchte Atlantikluft den ersten Anstieg seit Wochen – von zuletzt sechs Zentimetern am Mittelrhein aus.

35 Liter am Alpenrand: Wo der DWD heute warnt

Den Schwerpunkt des Tages setzt der äußerste Südosten. An den östlichen Alpen ziehen im Tagesverlauf stärkere, teils gewittrige Regenfälle auf, für das Berchtesgadener Land warnte der Wetterdienst schon am frühen Morgen vor Dauerregen.

Sonst bleibt es an diesem Dienstag ruhig. Zwischen Niedersachsen und Sachsen hält der Warnlagebericht am Nachmittag und Abend vereinzelte kurze Gewitter für möglich, mehr als eine geringe Wahrscheinlichkeit steht nicht dahinter.

Dafür ist der Himmel verbreitet bedeckt, mit zeit- und gebietsweisem Regen. Nur im Nordosten – auch in Berlin und Brandenburg – und in Südbaden lockert es zeitweise auf. Die Höchstwerte liegen zwischen 18 und 24 Grad, ganz im Südwesten bei bis zu 28 Grad.

Im Süden und Westen frischt der Wind in höheren Lagen mit steifen Böen bis 60 km/h auf. Wer heute draußen zu tun hat, sollte die amtlichen Warnungen im Blick behalten. Sie gelten kleinräumig für Landkreise und Gemeinden, einzelne Gewitterzellen lassen sich meist erst wenige Stunden vorher eingrenzen.

Mittwoch und Donnerstag: Sturmböen bis 85 km/h

Am Mittwoch fällt vor allem quer über der südlichen Mitte schauerartiger, teils gewittriger Regen. Im Norden ziehen Schauer und einzelne Gewitter durch, örtlich mit stürmischen Böen. Die Temperaturen erreichen 20 bis 25 Grad, im Süden bis zu 30 Grad.

Der Donnerstag wird der markanteste Tag der Woche. In einem breiten Streifen von Rheinland-Pfalz bis nach Sachsen rechnet der Wetterdienst mit einzelnen Gewittern, dabei Starkregen bis 25 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Hagel und Sturmböen bis 85 km/h. Vereinzelt schließt er Unwetter nicht aus.

Vom südlichen Nordrhein-Westfalen bis nach Hessen kommen mehrstündig größere Mengen zusammen, dazu wird es mit 20 bis 28 Grad wieder wärmer.

Am Freitag verlagert sich der Schwerpunkt in den Südosten, wo bis in die Nacht zum Samstag mehrstündiger Starkregen und örtlich Dauerregen möglich sind.

Pegel Kaub: 6 Zentimeter – und 77 wären normal

Am Montag stand der Pegel Kaub am Mittelrhein bei sechs Zentimetern. Der niedrigste Wert, den die Messreihe bis zu diesem Sommer kannte, lag bei 25 Zentimetern, gemessen am 22. Oktober 2018.

Die Pegelvorhersage der Bundesanstalt für Gewässerkunde erwartet für diesen Dienstag 10 bis 12 Zentimeter, für Mittwoch 13 bis 17 und für Donnerstag rund 30. Am Freitagmorgen sollen es 32 bis 33 Zentimeter sein.

Der gleichwertige Wasserstand, an dem sich die Rheinschifffahrt orientiert, liegt bei Kaub seit 2023 bei 77 Zentimetern. Frachter fahren derzeit oft nur mit einem Bruchteil der üblichen Ladung.

Der Regen hebt den Rhein. Aus dem Rekordtief holt er ihn nicht.

Neun Liter bis zur Monatsmitte: Was die Dürrekarten zeigen

Bis zur Mitte des Monats waren im August deutschlandweit rund neun Liter pro Quadratmeter gefallen, gut zehn Prozent des Solls. Seit Sonntag kommt Regen dazu, am Montag örtlich unwetterartig im Süden und in der östlichen Mitte.

Auf den Karten ist davon vorerst wenig zu sehen. Der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung weist für den Gesamtboden bis rund 1,80 Meter Tiefe in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz weiter extreme Dürre aus. Für die tieferen Schichten haben einzelne Regenereignisse nach Angaben des Instituts nur eine sehr geringe Wirkung.

Wie ungewöhnlich das Jahr verläuft, zeigt der Waldbrandgefahrenindex. Bis zum 2. August zählte der Wetterdienst im Deutschlandmittel rund 22 Tage mit mindestens Stufe 4 von 5, im Mittel der Jahre 1991 bis 2020 sind es etwa zehn. Das geht aus der Analyse des DWD zur Trockenheit hervor.

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Ist die Dürre damit vorbei?

Für die Böden ist entscheidend, wie der Regen fällt. Der ruhige Landregen dieser Woche hat Zeit zu versickern. Starkregen läuft auf ausgetrockneten Flächen dagegen zu großen Teilen oberflächlich ab, und genau der ist ab Donnerstag angekündigt.

Um das Defizit in den tieferen Bodenschichten auszugleichen, wäre eine längere Phase mit überdurchschnittlichem Niederschlag nötig, mehrere Wochen bis Monate. Am Samstag und Sonntag rechnet der Wetterdienst im Südwesten und Süden erneut mit einzelnen kräftigen Gewittern, flächendeckenden Landregen sieht er nicht.

Bis Freitag soll der Rhein bei Kaub auf rund 32 Zentimeter steigen. Das sind 45 Zentimeter weniger, als die Schifffahrt für den Normalbetrieb braucht.

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