Die 88. Warnemünder Woche ist in vollem Gange. Noch bis zum 12. Juli verwandelt das maritime Großereignis Warnemünde wieder in einen Treffpunkt für Spitzensegler, Wassersportfans und Urlauber. Während auf der Ostsee internationale Meisterschaften und traditionsreiche Regatten ausgetragen werden, sorgen an Land Konzerte, Sportveranstaltungen und ein vielfältiges Sommerfest für Volksfeststimmung. Die Veranstalter erwarten über die neun Tage hinweg erneut Hunderttausende Besucher - 2025 waren 700.000 da.
Umzug, Fassbier und Segelwettbewerbe
Beim Auftakt am vergangenen Sonnabend eröffnete traditionell der „Niege Ümgang“ mit Trachtengruppen, Musikzügen und Vereinen die Warnemünder Woche. Im Kurhausgarten folgten die offizielle Eröffnung und der Fassbieranstich durch Rostocks Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger. Die Geschichte eines der bedeutendsten maritimen Feste Deutschlands reicht bis ins Jahr 1926 zurück.
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Sportlich standen in den ersten Tagen bereits zahlreiche Entscheidungen an. Das 28. Drachenbootfestival lockte 28 Mannschaften auf die Warnow und entwickelte sich trotz zeitweise kräftigen Windes erneut zu einem Publikumsmagneten. Auch die ersten Segelwettbewerbe wurden erfolgreich abgeschlossen. Besonders zufrieden zeigten sich die Organisatoren mit den Segelbedingungen, die den internationalen Teilnehmern anspruchsvolle, aber faire Wettfahrten ermöglichten.
Ein erster Höhepunkt auf See war die traditionsreiche Langstreckenregatta „Rund Bornholm“. Wegen der Wetterlage wurde die Strecke zwar verkürzt, dennoch verlangte die Wettfahrt den Crews alles ab. Als erstes Schiff erreichte die Yacht „Skendata-Illbruck“ in der Nacht zum Dienstag das Ziel vor Warnemünde und sicherte sich den Titel „First Ship Home“.
Segler aus 30 Nationen
Doch die sportlichen Höhepunkte folgen erst noch. Ab Mittwoch rücken die internationalen Nachwuchsklassen stärker in den Mittelpunkt. Besonders viel Aufmerksamkeit gilt der Zoom-8-Weltmeisterschaft, bei der junge Seglerinnen und Segler aus mehreren europäischen Ländern gegeneinander antreten. Hinzu kommen die Eurochallenge der O’pen-Skiff-Klasse - eine dynamische Einhandjolle - sowie zahlreiche Ranglisten- und Meisterschaftsregatten. Auf dem Wasser werden außerdem die Internationalen Deutschen Bestenermittlungen der J/70- und Topcat-Klassen sowie Wettbewerbe der Finn-Dinghys, Korsare, OK-Jollen und weiterer Bootsklassen ausgetragen. Insgesamt sind Segler aus rund 30 Nationen vertreten.
Der "Niege Umgang" mit Trachtengruppen am 4. Juli bei der Eröffnung der 88. Warnemünder Woche.
© Pepe Hartmann
Auch an Land geht das Programm weiter. Nach den ersten Sommerfest-Tagen mit Konzerten, Techno-Yoga und Tanzkursen stehen in den kommenden Tagen weitere Live-Konzerte im Kurhausgarten, Comedy, Open-Air-Kino, Lesungen sowie zahlreiche Familienangebote auf dem Programm. Kostenlose Salsa- und Swingkurse auf dem Leuchtturmvorplatz gehören ebenso dazu wie Kinderaktionen entlang der Promenade. Die Veranstalter setzen damit ihren Kurs fort, die Warnemünder Woche nicht nur als internationales Segelereignis, sondern zugleich als großes Sommerfestival für Einheimische und Urlauber weiterzuentwickeln.
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Am Abschlusswochenende dürfte es noch einmal besonders voll werden. Dann laufen die letzten internationalen Regatten aus, weitere Sieger werden gekürt und das Volksfest erreicht seinen Höhepunkt. Für viele Besucher ist die Mischung aus Spitzensport, maritimer Tradition und Urlaubsatmosphäre das Erfolgsrezept der Warnemünder Woche – einer Veranstaltung, die seit einem Jahrhundert zu den wichtigsten Aushängeschildern der Hansestadt Rostock und des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern zählt.
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