Das Kriegsende vor 81 Jahren wird auch in diesem Jahr mit verschiedenen Veranstaltungen begangen. Am 9. Mai steht unter anderem das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park im Fokus. Dort werden über den Tag hinweg viele Menschen erwartet, die der gefallenen Soldaten der Roten Armee gedenken wollen. Traditionell versammeln sich an diesem Ort Veteranenverbände, Angehörige und Besucher aus verschiedenen Ländern. Die Atmosphäre schwankt zwischen stiller Erinnerung und politischer Symbolik.
Zwei Gedenktage in Berlin
Auch im Tiergarten wird der 9. Mai sichtbar: Eine Gedenkdemonstration startet am Brandenburger Tor. Sie führt zum Sowjetischen Ehrenmal im Tiergarten. Der sogenannte Marsch des Unsterblichen Regiments erinnert an Kriegstote und ist zugleich Ausdruck einer Erinnerungskultur, die in den vergangenen Jahren zunehmend tagespolitisch aufgeladen wurde.
Einen eigenen Akzent setzt das Jüdische Museum Berlin mit einer Führung unter dem Titel „8. oder 9. Mai? – Jüdische Perspektiven“. Der 8. Mai wird in Deutschland als „Tag der Befreiung“ begangen. Das Jüdische Museum geht nun der Frage nach, warum das Ende des Zweiten Weltkriegs unterschiedlich datiert und begangen wird.
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