Rammstein

90 Trucks, 36 Nebelmaschinen, 1350 Tonnen Material: So lassen Rammstein Foro Sol brennen

Die Berliner Band rund um Till Lindemann bringt „Rammstein – Live in Mexico City“ nun ins Kino. Motto: „Mexikanische Metal-Fans kennen keine halben Sachen“.

4 Min
Rammstein-Sänger Till Lindemann, hier 2023 im Olympiastadion Berlin (Archivbild): Am 4. November 2026 kommt der Konzertfilm „Rammstein – Live in Mexico City“ in die Kinos.

Rammstein-Sänger Till Lindemann, hier 2023 im Olympiastadion Berlin (Archivbild): Am 4. November 2026 kommt der Konzertfilm „Rammstein – Live in Mexico City“ in die Kinos.

© VOLKMAR OTTO

Rammstein-Shows sind nicht einfach Konzerte. Sondern gigantomanische Live-Action-Spektakel. Panik vor Flammenwerfern sollte man als Fan dabei nicht haben. Das dürfte auch beim Film „Rammstein – Live in Mexico City“ gut rüberkommen.

Wie gerade bekannt wurde, wird der offizielle Dokumentarfilm über die drei ausverkauften Konzerte der Berliner Schockrockband rund um Till Lindemann schon bald veröffentlicht. Gedreht wurde im mexikanischen Hauptstadt-Stadion Foro Sol (aktueller Name: Estadio GNP Seguros) bereits am 1., 2. und 4. Oktober 2022.

1070 Scheinwerfer und 586 Einzeleffekte

Am 4. November dieses Jahres soll „Rammstein – Live in Mexico City“ nun weltweit in den Kinos starten – bevor das Live-Album samt mehreren (sicher auch bewegtbildbasierten) Special Editions am 20. November in die Läden kommt.

Rammsteins Plattenfirma Universal Music (mit Sitz in Berlin-Friedrichshain), die Film und Album auf den Markt bringt, hat dazu jetzt eine ganze Latte PR-Zahlen herausgehauen. Die Bühne habe 60 Meter in der Breite gemessen, 30 Meter in der Tiefe und 36 Meter in der Höhe.

„90 Trucks transportieren 1350 Tonnen Material, während 1070 Scheinwerfer, 586 Einzeleffekte und 36 Nebelmaschinen das Stadion in eine gigantische Theatermaschine verwandeln“, heißt es in dem Pressetext.

Klar ist: Auch diese Zahlen sollen überwältigen. Drei Abende mit je 65.000 Zuschauern; das macht insgesamt fast 200.000 Fans, die der in Ostdeutschland sozialisierten Band Rammstein am anderen Ende der Welt zugejubelt haben beim Finale von deren Amerika-Tournee.

23 Songs quer durchs bisherige Rammstein-Gesamtwerk, von „Armee der Tristen“ bis hin zum spanischsprachigen „Te quiero puta!“. „Mexikanische Metal-Fans kennen keine halben Sachen“, lässt Universal Music vermelden. „Sie singen, schreien, springen – und verwandeln Konzerte in kollektive Ausnahmezustände. Für Rammstein ist das keine Nebensache.“

Rammstein: kolkrabenschwarz bis höllenfeuerhell

Das ist sicher richtig. Bei Rammstein geht es um sehr viel mehr als die Musik. Dass sie zum globalen Phänomen aufgestiegen sind, hat sehr viel auch mit ihrer kolkrabenschwarzen bis höllenfeuerhellen Visualität zu tun.

Nicht umsonst war der Mystery-Meisterregisseur David Lynch derjenige, der Rammstein den Push für den US-Markt gab – indem er die Berliner in seine Arthouse-Soundtracks integrierte, von „Twin Peaks“ (wo Lynch persönlich Rammsteins „Engel“ pfeift) bis zu „Lost Highway“.

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Lynch (2025 verstorben) stand nun nicht bereit, beim Rammstein-Film „Live in Mexico City“ Regie zu führen. Stattdessen haben die Schockrocker rund um Till Lindemann auf einen nicht ganz so großen, aber andererseits auch überhaupt nicht kleinen Namen gesetzt: Der vielfach ausgezeichnete Regisseur Paul Dugdale hat in der Musikwelt bereits mit Leuten wie den Rolling Stones, Taylor Swift, Elton John und Adele gearbeitet hat.

Eben noch Vogel, schon in Rammsteins Row Zero

Und welche Bildsprache hat Dugdale nun für Rammstein gefunden? Klanglich sind Rammstein ja nun nicht gerade artverwandt mit Swift oder Adele. Monumentale Totalen wechseln sich im neuen Rammstein-Film laut Universal mit hautnahen Handkamera-Bildern und intimen Nahaufnahmen ab: „Eben noch blickt man aus der Vogelperspektive auf das brennende Stadion, im nächsten Moment steht man direkt vor der Bühne.“

Wer darauf tatsächlich Lust hat, braucht sich vorerst nur dieses Datum in den Terminkalender zu notieren: Der Vorverkauf für Kinotickets und das Album beginnt am 23. September.

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