In „Harriet“, Kasi Lemmons’ Historienfilm, der die Geschichte der Fluchthelferin Harriet Tubman nachzeichnet, kommt der subversiven Funktion des Gospels eine wichtige Rolle zu. Das wird in musicalhaften Szenen deutlich: Eines Nachts singt Minty, die später ihren Namen zu Harriet ändert, gespielt von der hervorragenden und von merkwürdig bewegender Wut getragenen Cynthia Erivo: „When that feral chariot comes / I’m gonna leave you / I’m bound for the promised land“. Was für die Weißen nach biblischem Wortlaut klingt, ist für Mintys Familie eine Abschiedserklärung von der Farm, auf der sie versklavt wurde.
Filmtipp
„Harriet“ - Eine schwarze Jeanne d’Arc mit Revolver
Wie eine Geschichtsstunde in Zeiten von Black Lives Matter: Kasi Lemmons erweckt die Geschichte der bewaffneten Sklaven-Fluchthelferin Harriet Tubman zum Leben. Gespielt wird sie von der großartigen Cynthia Erivo.
4 Min
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Die Sklaven-Fluchthelferin Harriet Tubman (Cynthia Erivo) und der Abolitionist William Still (Leslie Odom Jr.) in „Harriet“.
© Universal
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