LGBT-Proteste in Polen

Die PiS-Regierung will die Eskalation

In Warschau ist es nach der Verhaftung einer LGBT-Aktivistin zu heftigen Protesten gekommen. Polens Regierung verschärft den Kurs. Eine Reportage aus Warschau.

Witold Mrozek
8 Min
LGBT-Aktivisten während einer Demonstration in Warschau.

LGBT-Aktivisten während einer Demonstration in Warschau.

© Foto: imago images/Eastnews

Die Verurteilung der Aktivistin Margot geht auf eine Sachbeschädigung zurück. Margot, die als nicht-binäre Person bezeichnet werden will, hatte vor einigen Wochen den Kleinbus einer rechtsextremen Organisation beschädigt, der mit LGBT-kritischen Plakaten beklebt war. Ungewöhnlich ist die Härte der Strafe: Noch vor dem regulären Gerichtsverfahren forderte die Staatsanwaltschaft eine zweimonatige Untersuchungshaft. Das Warschauer Gericht, das mit der Prüfung des Falls beauftragt wurde, war am Donnerstag anderer Meinung, gab jedoch am nächsten Tag den Weisungen des Staatsanwalts nach.

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