Schweiz

Aargau: Polizei stuft tödliche Schüsse bei Schweizer Rave als Amoklauf ein

Nach dem Angriff im schweizerischen Aarau sieht die Polizei den festgenommenen 43-Jährigen mit „an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ als Täter an. Das Motiv ist weiterhin unklar.

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Polizisten patrouillieren auf einer Straße in der Innenstadt von Aargau.

Polizisten patrouillieren auf einer Straße in der Innenstadt von Aargau.

© Michael Buholzer/KEYSTONE/dpa

Die tödliche Schießerei bei einer Rave-Party im Schweizer Kanton Aargau war nach Einschätzung der Polizei ein Amoklauf. Das teilte die Kantonspolizei Aargau am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Schafisheim mit, wie unter anderem die dpa berichtet. Bei dem Angriff am frühen Sonntagmorgen in der Stadt Aarau war eine 22-jährige Italienerin getötet worden. Sechs weitere Menschen wurden verletzt.

Bei dem mutmaßlichen Schützen handelt es sich laut Polizeikommandant Michael Leupold um einen 43 Jahre alten Schweizer. Der Mann habe keinen Migrationshintergrund und wohne im Kanton Jura. Mit „an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ sei er für die Schüsse verantwortlich, sagte Leupold.

Der Verdächtige war in der Nacht zum Montag gegen ein Uhr unter dringendem Tatverdacht festgenommen worden. Nach bisherigen Erkenntnissen gehen die Ermittler davon aus, dass er allein handelte. Angaben zu einem möglichen Motiv oder zur Beziehung zwischen dem mutmaßlichen Täter und den Opfern wurden zunächst nicht bekannt.

Angriff beim Ende der Veranstaltung

Die Schüsse fielen gegen 2.30 Uhr auf der Pferderennbahn im Aarauer Stadtteil Schachen. Zu diesem Zeitpunkt ging die Techno-Veranstaltung „Aarauer Rave“ zu Ende und zahlreiche Besucher wollten das Gelände verlassen. Rund 3500 Menschen hatten an dem Fest teilgenommen.

Unter den Verletzten befanden sich eine deutsche Staatsangehörige und mehrere Schweizer im Alter von 24 bis 31 Jahren. Sie erlitten leichte bis schwere Verletzungen. Nach Polizeiangaben schwebte niemand in Lebensgefahr.

Das Schweizer Bundesamt für Polizei unterstützt die Ermittlungen mit zwei Verbindungsoffizieren. Die Behörden werten zudem Handyvideos und andere Kameraaufnahmen aus, um den genauen Ablauf des Amoklaufs zu rekonstruieren.

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