Vor zehn Jahren gab es in ganz Berlin 45 000 Krankenhaus-Betten in 113 Kliniken.Bis heute wurde die Zahl der Kliniken auf 68 reduziert. Die Zahl der Betten wurde im Jahr 1998 auf 26 500 Betten reduziert.Die Krankenkassen fordern einen weiteren Bettenabbau; bis zum Jahr 2002 soll es in Berlin nur noch 24 000 Betten geben. Noch 1989 standen den Patienten im Westteil der Stadt 31 500 Betten in insgesamt 85 Krankenhäusern zur Verfügung. In Ostberlin gab es 28 Häuser. Dort wurden auch Patienten aus dem übrigen DDR-Gebiet behandelt.Für Diplomaten, Regierungsmitglieder, Mitarbeiter der Staatssicherheit und Polizisten gab es eigene Kliniken. Bei entsprechenden Beziehungen wurden dort jedoch auch "normale" Patienten aufgenommen. Nach der Wende wurde allein für die 18 städtischen Häuser im Ostteil der Stadt ein Sanierungsbedarf von 150 Millionen Mark festgestellt. Diese Summe würde allein für den Erhalt der Bausubstanz gebraucht werden. Weitere 22 Millionen wurden veranschlagt, um die teilweise völlig veraltete medizinische Technik aufzurüsten.1991 gab die Bundesregierung einmalig 42 Millionen Mark für die Sanierung aus. Vier Ost-Krankenhäuser mußten jedoch geschlossen werden. Auch das Diplomaten- und das Staatssicherheitskrankenhaus wurden geschlossen.Auch die Zahl der 4 000 Betten des Klinikums Buch mußte drastisch reduziert werden. In den Jahren 1993 bis 1997 wurden auch Kliniken im Westteil der Stadt geschlossen.Nach der Teilung Berlins wurde sowohl im Osten als auch im Westen der Stadt überproportional viel in den Aufbau und in die Ausstattung von Krankenhäusern investiert. Nach der Wende wurde deutlich, daß das Angebot den Bedarf übersteigt. Auch der Vergleich mit anderen Bundesländern zeigt: Das Berliner Krankenhauswesen ist zu teuer.
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