CSD-Anschlag

Ein Gespräch mit dem Mann, der Abdul Ballout deradikalisieren sollte: „Er war überfreundlich“

Harmlos nach außen, ungreifbar im Kern. Wie der Islamist im Präventionsprogramm von Violence Prevention Network Theater spielte – ein Gespräch mit dem Geschäftsführer.

4 Min
Spurensuche der Sicherheitsbehörden: Nach dem Anschlag steht die Frage im Raum, ob man ihn hätte verhindern können.

Spurensuche der Sicherheitsbehörden: Nach dem Anschlag steht die Frage im Raum, ob man ihn hätte verhindern können.

© dts Nachrichtenagentur/Imago

Nur wenige Wochen lagen zwischen der Entlassung aus der Untersuchungshaft und jenem Tag, an dem die Sicherheitsbehörden schlagartig den Atem anhielten. Auf gerichtliche Weisung sollte der mutmaßliche Täter des CSD-Attentats, Abdul Ballout, zu vertraulichen Klärungsgesprächen bei der NGO Violence Prevention Network erscheinen. Die Jugendgerichtshilfe meldete den frisch Entlassenen für regelmäßige Sitzungen an – ein Routinevorgang auf dem Papier. Doch hinter den verschlossenen Türen der Beratung begann ein hochgefährliches Versteckspiel.

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