Gennburg fragte den Senat darin: „Ist dem Senat bekannt, dass öffentliche Pissoirs kostenlos genutzt werden können, dass jedoch alle Personen, denen diese Option nicht zur Verfügung steht, auf öffentlichen Toiletten 50 Cent zum Pinkeln zu zahlen haben?“
Die Nutzungsgebühr richtet sich gegen möglichen Missbrauch
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Aus dem Senat hieß es daraufhin, dass die öffentlichen Berliner Toiletten ausnahmslos Unisex-Toiletten seien und dass nur überall dort, wo besonders viel wildgepinkelt wird, kostenfreie Pissoirs aufgestellt würden. Mit den Nutzungsgebühren von 50 Cent solle indes einer „Fehlnutzung und Missbrauch“ vorgebeugt werden. Das schließe eine „Dauerbenutzung“ ein.
Die Linke-Abgeordnete weist diesen Hinweis auf das Problem mit Obdachlosigkeit zurück. „So kann man das Problem aber nicht lösen“, sagt sie gegenüber der taz. Es bleibe der Grundkonflikt, dass Frauen etwas zahlen müssten, während der Notgang für Männer kostenlos sei. Das sei eine „Gender-Ungerechtigkeit“. Sie wolle sich deshalb weiter für kostenlose öffentliche Toiletten einsetzen, wie es sie längst in anderen Städten gebe.
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