Geopolitik

Abschreckung: Fregatte „Bayern“ sticht in See

Die Bundesmarine schickt ein Kriegsschiff in Richtung Indo-Pazifik. Der Einsatz soll der britischen und amerikanischen Position zu China Nachdruck verleihen.

Michael Maier
6 Min
Bundesaußenminister Heiko Maas  auf der Fregatte Bayern.

Bundesaußenminister Heiko Maas  auf der Fregatte Bayern.

© Foto: Imago Images

Am Montagnachmittag wird die Fregatte „Bayern“ von Wilhelmshaven aus in Richtung Indo-Pazifik in See stechen. Zum Auslaufen des Schiffs wird die Bundesministerin der Verteidigung, Annegret Kramp-Karrenbauer, erwartet. Es ist eine ungewöhnliche Reise. Etwa ein halbes Jahr, von August 2021 bis Februar 2022, wird die „Bayern“ im Seegebiet zwischen dem Horn von Afrika, Australien und Japan unterwegs sein. Der offizielle Grund der Reise der Fregatte der Klasse F123 ist, so das Ministerium in einer Mitteilung, eine „übliche Präsenz- und Ausbildungsfahrt“. Allerdings räumt das Ministerium selbst ein, man wolle „mehr Präsenz im Indo-Pazifik zeigen“. Der Grund, warum man die durchaus wichtige Reise des Kriegsschiffs mit mehr als 200 Soldaten an Bord, eher nicht zu hoch hängen will, nennt das Ministerium selbst: „Ein Mandat des Deutschen Bundestages ist für Präsenz- und Ausbildungsfahrten von Kriegsschiffen der Deutschen Marine nach dem Parlamentsbeteiligungsgesetz nicht erforderlich.“

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