Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs in den Attersee im oberösterreichischen Salzkammergut soll das Wrack mit zwei Toten am kommenden Samstag geborgen werden. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit. Bei den Insassen handelt es sich nach Angaben eines Polizeisprechers gegenüber der dpa vermutlich um zwei Deutsche.
Die Ermittler gehen davon aus, dass ein Fluglehrer und seine Schülerin an Bord waren. Die Identitäten der beiden jungen Erwachsenen seien aber noch nicht endgültig bestätigt.
Einer der tiefsten Seen Österreichs
Die einmotorige Maschine des Typs Tecnam P2002 JF war am Mittwoch um 11.25 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache in den See im oberösterreichischen Bezirk Vöcklabruck gestürzt und sofort untergegangen. Der Attersee ist der größte vollständig in Österreich liegende See und mit einer Tiefe von über 170 Metern zugleich einer der tiefsten Seen des Landes.
Am frühen Mittwochabend wurde das Wrack rund 300 Meter vom Ufer entfernt in etwa 160 Metern Tiefe geortet, wie die Salzburger Nachrichten berichteten. Bei der Ortung seien die beiden verstorbenen Insassen im Cockpit entdeckt worden. Offizielle Angaben zu den Insassen macht die Polizei nach eigenen Worten erst, wenn die Maschine geborgen ist.
Schlechtes Wetter verzögert Bergung
Ein früherer Bergungstermin sei nicht möglich, teilte die Polizei mit. Der Donnerstag sei zu kurzfristig, für Freitag sei laut Vorhersage instabiles Wetter mit Gewittern zu erwarten.
Für die Bergung soll nach Angaben des ORF ein Tauchroboter eingesetzt werden, der eine Leine bis zum Wrack führt und um die Maschine legt. Anschließend soll das Flugzeug möglichst als Ganzes aus dem See gezogen werden. Das genaue Vorgehen soll gemeinsam mit einem Sachverständigen festgelegt werden.
Bei der am Attersee abgestürzten Maschine handelt es sich um eine Tecnam P2002 JF, einen auch zur Flugausbildung eingesetzten Flugzeugtyp.
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Nach Angaben der Flugortungsplattform Flightradar24 war die Propellermaschine in Salzburg gestartet. Rund 20 Minuten nach dem Start brach der Kontakt kurz nach 11.23 Uhr ab. Laut der Datenbank der österreichischen Flugsicherungsbehörde Austrocontrol wird das Flugzeug von einer österreichischen Flugschule betrieben.
Zeuge beobachtete trudelndes Flugzeug
Ein US-amerikanischer Tourist schilderte dem ORF, wie er den Absturz beobachtet habe. „Ich habe nach rechts gesehen und ein weißes Flugzeug blitzschnell kommen sehen, das spiralförmig nach unten gegangen und auf dem Wasser aufgeschlagen ist“, sagte er. Die Maschine sei sofort gesunken.
Zur möglichen Ursache des Absturzes machte die Polizei zunächst keine Angaben. Medienberichten zufolge soll der Fluglehrer 25 Jahre alt gewesen sein, die Flugschülerin 20 Jahre. Nach Informationen des österreichischen Luftfahrtmagazins Austrian Wings habe die Schülerin ganz am Anfang ihrer Ausbildung gestanden.
An der Suche nach dem Wrack waren am Mittwoch mehrere Feuerwehren, die Polizei, Rettungshubschrauber und das Rote Kreuz beteiligt. Eingesetzt wurden dabei auch Tauchroboter und Sonargeräte.
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