Wer schon mal im Süden Europas war, der weiß, dass die Müllentsorgung in manchen Ländern ein Problem ist. Ich machte mal Urlaub in Iraklio, einer vibrierenden Mini-Metropole auf Kreta, auf die unablässig die Mittelmeersonne knallt. In der Nähe der Wohnung, in der ich schmorte, befand sich der Müllabladeplatz des Stadtteils. Es stank dort höllisch und es gab eine Menge Ungeziefer.
Der Müllentsorger ist ein seltener Gast
Im italienischen Palermo hingegen soll die Müllabfuhr fest in der Hand der Camorra sein. Wenn dem so ist, dann ist die Mafia dort echt fleißig und blendend gelaunt. Folklore schmetternd und laut schnatternd wurde in der sizilianischen Stadt schon sehr früh morgens der Müll entsorgt. Danach war alles sauber und alle waren wach.
Wer in Berlin zu einem Innenhof hinaus schläft, der kennt das: Mitten in der Nacht werden auch hier die Tonnen übers Pflaster gezogen – wer davon nicht wach wird, ist wahrscheinlich tot.
Trotzdem mag ich die BSR, die es dank geschickter Kampagnen geschafft hat, zu so einer Art Berliner Buddy-Bude zu werden, lustige Sprüche auf den Tonnen und den Wagen der Müllabfuhr und so. Jeder mag die BSR. Mag eigentlich auch jemand Alba? Sagen Sie es mir doch bitte, denn der Müllerentsorger für Plastik-Mist und Altpapier ist in meiner Straße ein mittlerweile seltener Gast.
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Unter einigem Geratter wurden vergangene Woche die Wertstofftonnen auf die Straße gezogen, wo sie eigentlich dann entleert werden sollten. Eigentlich, denn da stehen sie nun schon den vierten Tag in Folge, ohne geleert zu werden. Mittlerweile sind ein paar schon wie von Zauberhand umgekippt, aus anderen ist Verpackungsmüll auf den Bürgersteig gefallen, weil die Tonnen zu voll waren. Ach, ich bin einfach guter Hoffnung, dass die Tonnen noch vor dem Fest geleert werden. Neulich waren sie für Tage gänzlich verschwunden, da ist das doch schon mal einen Verbesserung.
So wie der blaue Papiercontainer, groß wie eine kleine Wohnung und meist in Lichtgeschwindigkeit voll bis an den Rand. Es ist ja auch unzumutbar, einen Karton zu zerkleinern. Bislang wurde der Papiercontainer immer geleert und auf den Hof zurückgeschoben.
Vor ein paar Wochen indes stand der leere Container im Hausflur. Durch den Flur neben der Treppe passte er nicht mehr. Nanu, war der Flur etwa eingelaufen? Oder gar der Container gewachsen? Oder hatte der Alba-Mitarbeiter einfach nur einen an der Waffel? Egal, offenbar war der falsche Container im falschen Haus gelandet. Immerhin jedoch war er leer. Und da. Man ist ja mittlerweile schon mit so wenig zufrieden.
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