Advent

Weihnachtszeit, Krisenzeit: „Wer wenig Geld hat, ist ausgeschlossen aus dieser Glitzergesellschaft“

Weltlage und Wirtschaftsflaute trüben den Advent. Dabei sollen die Wochen vor Heiligabend doch Freude machen. Wo in Berlin kann man sie finden? Eine Spurensuche.

Cedric Rehman
Cedric Rehman
10 Min
Der Mammutschnitzer Matthias Streckfuß bearbeitet an seinem Stand am Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt Elfenbein.

Der Mammutschnitzer Matthias Streckfuß bearbeitet an seinem Stand am Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt Elfenbein.

© Anne Schönharting/Ostkreuz

Der Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt blinkt wie eine einsame Leuchtboje in der Dämmerung. Regenwolken verschlucken hinter den Zelten und Ständen auf dem Bebelplatz die Discokugel des Fernsehturms. Es riecht nach Tannenzweigen, Bratwurst und Glühwein. Sehnsucht nach etwas Warmem in den Händen kommt auf.

Eine Sicherheitsschleuse führt auf den Bebelplatz. Ein Wachmann bittet, die Tasche zu öffnen, und wirft einen Blick ins Innere. Besucher von Berliner Weihnachtsmärkten mussten sich schon nach dem IS-Anschlag auf den Breitscheidplatz im Jahr 2016 an Betonbarrieren gegen Lastwagen gewöhnen. Die Kontrolle erinnert daran, dass seit dem mutmaßlichen IS-Messerattentat von Solingen im August dieses Jahres die neue Angst vor Stichwaffen Besucher von Festen begleitet.

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