BERLIN. Die Kassenärzte fordern von der Politik für die nächste Gesundheitsreform eine Begrenzung des gesetzlichen Leistungskataloges. Dadurch ließen sich neue Ausgabenzuwächse verhindern, sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Manfred Richter-Reichhelm, der Berliner Zeitung. "Die Politik muss festlegen, welche neuen Diagnose- und Behandlungsmethoden nicht mehr allein von den Krankenkassen, sondern von den Patienten selbst zu tragen sind", sagte Richter-Reichhelm. Ärzte und Kassen könnten der Politik bei dieser Entscheidung beratend zur Seite stehen. "Aber keiner wird dem Gesetzgeber die Entscheidung darüber abnehmen, welche neuen medizinischen Leistungen gar nicht erst in den gesetzlichen Katalog aufgenommen werden." Der KBV-Chef warnte vor der Annahme, die Kassen würden durch Hausarzt-Modelle entlastet. "In diesem Jahr wird es keine Beitragssenkungen in großem Umfang geben", sagte Richter-Reichhelm. Grund sei die angespannte Finanzlage in der gesetzlichen Krankenversicherung. Der durchschnittliche Beitragssatz von 13,6 Prozent werde 2004 nicht erreicht. "Am Jahresende wird weiterhin eine 14 vor dem Komma stehen." Seite 13
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