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Ätna-Ausbruch: Viele Urlauber sitzen auf Sizilien fest – Flugausfälle auf Malta

Der Ausbruch des Ätna bringt den Flugverkehr auf Sizilien weiter durcheinander. Auch auf Malta sorgte die Vulkanasche für Flugausfälle und Verspätungen.

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Lavaströme fließen die Hänge des Ätna hinab.

Lavaströme fließen die Hänge des Ätna hinab.

© Simone Genovese/AP/

Der Ätna-Ausbruch hat den Flughafen Catania lahmgelegt und die Reisepläne Tausender Urlauber durchkreuzt. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, sitzen auf Sizilien mehrere Tausend Menschen fest, darunter viele Deutsche. Grund sind Aschewolken des Vulkans, die den Flugbetrieb beeinträchtigen.

„Aufgrund der Eruptionsaktivität des Ätna und der aktuellen Windverhältnisse“ werden Ankünfte und Abflüge bis Mittwoch um 11 Uhr ausgesetzt, heißt es auf der Website des Flughafens. „Passagiere werden gebeten, sich vor der Anreise zum Flughafen bei ihrer Fluggesellschaft über den Status ihres Fluges zu informieren.“

Warum der Flugbetrieb in Catania gestoppt wurde

Für Flugzeuge gelten laut dpa hohe Sicherheitsstandards; die Behörden entscheiden je nach Windrichtung und Aschekonzentration über Sperrungen, oft sehr kurzfristig. Aktuell gilt für Catania die höchste Warnstufe Rot. Das bedeutet nach dpa-Angaben, dass eine Eruption mit erheblichem Ausstoß von Asche unmittelbar bevorsteht oder bereits begonnen hat.

Am Flughafen herrschen laut dpa teils chaotische Zustände; manche Familien mussten dort übernachten. Alternative Flüge und Züge weg von der Insel sind größtenteils ausgebucht. Einige Betroffene beklagten sich über mangelnde Unterstützung. Ein Passagier sagte laut der Zeitung La Repubblica: „Man hat uns unserem Schicksal überlassen. Wäre ich in ein Schlauchboot gestiegen, wäre ich mit Sicherheit früher angekommen.“

Auswirkungen bis nach Malta

Nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV), die La Repubblica zitiert, öffneten sich neue Eruptionsöffnungen in der Valle del Bove. Solche Ausbrüche sind laut dpa beim mehr als 3300 Meter hohen Ätna keine Seltenheit. Deshalb werde der Vulkan seit Jahrzehnten gründlich überwacht.

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Wegen des Ausbruchs des Ätna wurden in den vergangenen Tagen rund 190 Flüge von Catania nach Palermo umgeleitet, berichtet La Repubblica. Mehr als 30.000 Reisende waren demnach von den daraus entstandenen Einschränkungen betroffen.

Die Aschewolke reicht über Sizilien hinaus. Nach Reuters-Angaben zog sie am Dienstag über Malta und zwang Airlines, mehrere Flüge zur Mittelmeerinsel zu streichen. Der Flughafen von Malta liegt rund 220 Kilometer südlich des Ätna. Ein Sprecher teilte laut Reuters mit, dass bis zum Nachmittag 19 Flüge gestrichen worden seien und mehrere weitere deutliche Verspätungen hätten. Die Times of Malta berichtete, ebenfalls unter Berufung auf einen Sprecher des Flughafens, dass bisher zehn Ankünfte und neun Abflüge annulliert wurden. (mit dpa)

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