1,082 Millionen Euro sowie ein Wohnhaus im Wert von rund 573.000 Euro hat eine Rentnerin aus Augsburg der AfD in Sachsen per Testament hinterlassen. Das geht aus dem aktuellen Rechenschaftsbericht der Partei hervor. Demnach wurde das Geld je zur Hälfte an die Landespartei und an den Kreisverband Görlitz gespendet. Die Frau war bereits 2024 verstorben, die Erbschaft wurde aber erst jetzt bekannt.
Beim AfD-Kreisverband Görlitz war die Frau offenbar unbekannt. Der Kreisvorsitzende Hajo Exner, zugleich Landtagsabgeordneter, sagte gegenüber der „Sächsischen Zeitung“: „Wir waren natürlich erst mal überrumpelt. Und haben uns gefragt: Wie kommt es jetzt dazu?"
Exner reiste daraufhin eigens zur Beerdigung der Frau nach Augsburg, um mit Angehörigen zu sprechen. Dort erfuhr er, dass die Verstorbene familiäre Wurzeln im früheren Sudetenland hatte. Der Landkreis Görlitz an der tschechisch-polnischen Grenze ist der nächstgelegene deutsche Landkreis zu dieser Region. Exner erklärte: „Sie hat an uns gespendet, weil sie noch immer mit ihrer alten Heimat verbunden war."
Wie das Geld konkret eingesetzt werden soll, steht nach Angaben des Kreisverbands noch nicht fest. Man prüfe Anlagemöglichkeiten sowie Investitionen in die Parteiarbeit. Als erste Maßnahme soll der veraltete Internetauftritt des Kreisverbands Görlitz überarbeitet werden, sagte Exner.
AfD von Spende überrascht
Millionenerbschaften an die AfD sind kein Einzelfall. Im Jahr 2023 erhielt der Bundesverband nach eigenen Angaben eine Zuwendung von knapp sechs Millionen Euro sowie zwei Immobilien in Berlin. Zuvor war bereits eine millionenschwere Erbschaft eines niedersächsischen Unternehmers bekannt geworden. Das Gesamtvermögen der AfD wird in Medienberichten auf rund 40 Millionen Euro geschätzt – darin enthalten sind neben Spenden und Erbschaften auch staatliche Mittel wie die Wahlkampfkostenerstattung.
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