Mecklenburg-Vorpommern

AfD-Triumph mit Sprengkraft: Holms Sieg stellt den internen Machtkampf auf den Kopf

Holms Wahlkampf sorgte in der AfD für erheblichen Frust. Nun gewinnt seine Partei erstmals die Landtagswahl in MV. Der Machtkampf im Landesverband ist damit keinesfalls beendet.

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Leif-Erik Holm (AfD, M), Ministerpräsidentenkandidat der AfD

Leif-Erik Holm (AfD, M), Ministerpräsidentenkandidat der AfD

© Jens Büttner/dpa

Die AfD hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern gewonnen. Und mit ihr gewinnt ausgerechnet ein Mann, über den in der eigenen Partei noch bis kurz vor dem Wahlsonntag heftig diskutiert wurde. Leif-Erik Holm, seit Jahren eine der prägenden Figuren des Landesverbandes und dessen Ministerpräsidentenkandidat, stand intern massiv in der Kritik. Sein Wahlkampf galt Teilen der Partei als zu schwach, der Frust über die Aufholjagd von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) war groß. Und so wird bereits seit Wochen hinter den Kulissen darüber gesprochen, wie es mit Holm nach der Wahl weitergehen soll.

Doch am Abend hat sich die Lage verkompliziert. Denn die AfD ist erstmals stärkste Kraft in Mecklenburg-Vorpommern geworden. Nach der aktuellen Hochrechnung kommt sie auf 37,9 Prozent und liegt damit vor der SPD von Manuela Schwesig mit 35,7 Prozent. Mit großem Abstand folgen die Linke mit rund 7,5 Prozent und die Grünen mit etwa 5,5 Prozent. CDU und BSW kämpfen am Abend noch um den Einzug in den Landtag.

Aus einem Wahlabend, der für Holm auch zu einer persönlichen Abrechnung hätte werden können, ist ein historischer Erfolg für seine Partei geworden. Entsprechend ist von der Kritik zunächst wenig zu hören. Am Wahlabend will niemand aus der Parteispitze öffentlich mit Holm abrechnen. Vorbei ist die Debatte damit allerdings nicht.

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