Kulturkampf

Debatte um Cancel Culture: Sind „Agendawissenschaften“ Ideologie?

Sind „Agendawissenschaften“ wie Gender Studies nur Aktivismus im akademischen Gewand? Nein. Das eigentliche Problem ist nicht Moral, sondern Arroganz. Ein Essay.

Dieter Schönecker
6 Min
Demonstranten während einer Frauentagsdemonstration in Berlin. Wie aktivistisch dürfen die Wissenschaften sein?

Demonstranten während einer Frauentagsdemonstration in Berlin. Wie aktivistisch dürfen die Wissenschaften sein?

© Rouzbeh Fouladi/imago

Im Jahr 2023 beantragte die AfD-Fraktion eine „kritische Evaluation sogenannter Agendawissenschaften“ wie etwa der Gender Studies. Sandra Kostner, Vorsitzende des Netzwerks Wissenschaftsfreiheit, hatte diesen Begriff eingeführt. Nun ist die Tatsache, dass auch die AfD ihn verwendet, kein Grund, ihn abzulehnen; das wäre analog zum Fehlschluss einer Reductio ad Hitlerum, den Paul Feyerabend mit dem Hinweis illustrierte, er könne sich ja nicht die Nase abschneiden, nur weil Hitler eine gehabt habe.

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