POTSDAM. Im Park Babelsberg in Potsdam werden derzeit die Hörsäle der einstigen DDR-Akademie für Staat und Recht abgerissen, die unmittelbar an das Schloss angrenzen. "Der Blick auf die Havel ist künftig wieder weitgehend unverstellt", sagte Katrin Schröder vom Bereich Gartendenkmalpflege der Schlösserstiftung. Zuvor waren bereits ein Seminargebäude und die Mensa der einstigen DDR-Akademie abgetragen worden. "Hier soll die historische Bodenmodellierung wieder entstehen - ein grüner Hang hinunter zum Fluss", sagte Schröder. Die Bauten waren Anfang der 1950er-Jahre zunächst für die Zentrale Richterschule der DDR in das Gartendenkmal hineingebaut worden. Bald nutzte die Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften der DDR "Walter Ulbricht" die Bauten - die Einrichtung galt als Kaderschmiede für Funktionäre und Diplomaten.Schloss soll saniert werdenVorläufig nicht abgerissen werden die drei noch bewohnten Studentenwohnheime mit ihren Laubengängen sowie einige Plattenbauten, die noch für den Uni-Betrieb genutzt werden. Die Studentenwohnheime waren erst Mitte der 90er-Jahre aufwändig saniert worden. Die Schlösserstiftung rechnet jedoch damit, dass auch diese in spätestens 15 Jahren abgerissen werden können, denn am Griebnitzsee hat die Universität Potsdam bereits neu gebaut.Wenn die an das Schloss grenzenden so genannten Sprachbaracken abgerissen sind, wird dort aber nicht gleich neu gepflanzt. Zunächst sollen auf dem Areal die Baustellenfahrzeuge parken. Denn in den nächsten Jahren soll auch das marode Schloss Babelsberg saniert werden. Derzeit ist das im englischen Tudor-Stil erbaute Haus nur teilweise begehbar. Der Park, ab 1833 von Lenné geplant, und das Schloss lagen einst im Schatten der DDR-Grenzanlagen und standen deshalb lange Zeit nicht im Mittelpunkt des touristischen Interesses.------------------------------Foto: Freie Sicht: Schloss Babelsberg, im englischen Tudor-Stil erbaut.
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