Berlin

Aktion gegen Hundehaufen: Berlin kündigt Schwerpunktkontrollen an

Diese Woche widmen sich die Berliner Ordnungsämter verstärkt dem Problem von Hundekot auf Straßen und in Grünanlagen. Von Montag bis Sonntag soll es Schwerpunktkontrollen geben.

Mario Jacob Team News
3 Min
Auf Berlins Straßen und Grünflächen fallen täglich zwischen 55 und 60 Tonnen Hundekot an.

Auf Berlins Straßen und Grünflächen fallen täglich zwischen 55 und 60 Tonnen Hundekot an.

© Christoph Schmidt/dpa

Für Hundehalter, die die Hinterlassenschaften ihres Tieres nicht beseitigen, kann es teuer werden. So droht ein Verwarngeld von 55 Euro oder in schweren Fällen ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro. Die Berliner Ordnungsämter wollen diese Woche intensiv das Problem von Hundekot auf Straßen und in Parks angehen. Wie die Bezirksämter mitteilten, soll es von Montag bis Sonntag Schwerpunktkontrollen geben. Dabei werden die Einsatzkräfte der Ordnungsämter sowohl in Uniform als auch in Zivil unterwegs sein. Besonders im Fokus der Einsatzkräfte stehen demnach stark verschmutzte Orte und Grünanlagen, so berichtet auch der RBB.

Neuer Bußgeldkatalog mit drastisch höheren Strafen beschlossen

Der Berliner Senat hat kürzlich einen neuen Bußgeldkatalog beschlossen – der drastisch höhere Strafen beinhaltet. Demnach sollen künftig für nicht entfernten Hundekot oder liegengelassene Hundekotbeutel 100 bis 350 Euro statt der bisherigen 55 Euro fällig werden.

Die Einsatzkräfte der Ordnungsämter sollen in dieser Aktionswoche auch über die geltenden Regeln informieren und auch auf die Pflicht zur Mitnahme von Hundekotbeuteln hinweisen. Die Bezirke möchten damit die Hundehalter an ihre Verantwortung erinnern, so die Aussage von den Bezirksämtern. Neben dem optischen Problem, befinden sich in Hundekot auch Bakterien, Keime oder Würmer. Diese können bei Tieren und auch Menschen zu Krankheiten führen. Auch sei nicht zu vergessen, dass Hundekot Böden und Grundwasser belaste und es zu einer Überdüngung der Baumscheiben mit Phosphor und Stickstoff komme.

Berliner Stadtreinigung spricht von „brauner Lawine“

Wie der RBB berichtet, fallen täglich zwischen 55 und 60 Tonnen Hundekot auf Berlins Straßen und Grünflächen an. Die Berliner Stadtreinigung (BSR) spricht sogar von einer regelrechten „braunen Lawine“, die flächendeckend auftritt. Mit Stand von Ende 2023 waren in Berlin über 131.000 Hunde registriert. Diese hinterlassen im gesamten Stadtgebiet nach wissenschaftlichen Berechnungen täglich etwa 252.000 Hundehaufen.

Die Zahl der Hunde in Berlin steigt stetig: Von 111.024 steuerlich erfassten Hunden im Jahr 2019 auf 131.440 Ende 2023. Die meisten Hunde sind in den Bezirken Marzahn-Hellersdorf (12.212), Treptow-Köpenick (11.678) und Reinickendorf (11.249) registriert. Die wenigsten Hunde leben in Wedding (3597) und in Wilmersdorf (4606).

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

weltbune Banner