Alba Berlin erwarten in der Gruppenphase der Europaliga anspruchsvolle Aufgaben

Mit gutem Händchen

Christian Schwager
4 Min

BERLIN. Es war ein schöner Anblick. Er passte gut zur Situation, findet Henning Harnisch. Beim offiziellen Abendessen saßen sie zusammen, in Kreuzberg, mit Blick auf die Spree. Drüben, am anderen Ufer, ragte die neue Arena am Ostbahnhof in den Himmel. Die Funktionäre der Klubs, die in der kommenden Saison in der Basketball-Europaliga spielen, schauten aufmerksam hinüber. "Man merkt, dass alle im Moment sehr genau verfolgen, was hier geschieht", sagt Harnisch, der Sportdirektor des deutschen Europaligisten Alba Berlin.Besonders aufmerksam sind die Vertreter von Joventut Badalona, Tau Vitoria, Fenerbahce Istanbul, Virtus Rom und Olimpija Ljubljana. Sie werden Albas neue Spielstätte an der Spree demnächst näher kennen lernen, in der Hauptrunde der Europaliga nämlich. Am Dienstag wurden diese Klubs im Berliner Postbahnhof Alba als Gegner in der Gruppe C zugelost. Durch den früheren Handballer Stefan Kretzschmar, Albas ehemaligen Trainer Svetislav Pesic und Diskuswerfer Robert Harting. Der Berliner Leichtathlet hatte ein gutes Händchen an diesem Tag, urteilten Albas Basketballer. "Robert Harting ist für uns eine Glücksfee, er hat uns das bestmögliche Los beschert", hat Geschäftsführer Marco Baldi gesagt.Diese Ansicht teilt Henning Harnisch. "Es ist keine einfache Gruppe, aber es hätte durchaus schlimmer kommen können für uns", sagt der Sportdirektor. "Wir haben einen guten Mix aus anspruchsvollen Namen und lösbaren Aufgaben." Auch ein vertrauter Name ist darunter: Joventut Badalona. Das Team aus Spanien war in der vergangenen Saison Albas Gruppengegner im Uleb-Cup. Zweimal mussten sich die Berliner Badalona geschlagen geben, was allerdings keine Schande war, wie sich am Ende der Saison deutlich zeigte: Badalona gewann den Wettbewerb. "Bei Badalona wird sich noch zeigen, wie stark das Team in dieser Saison ist", sagt Harnisch. "Der Trainer ist gegangen, und die Mannschaft ist neu zusammengestellt worden."Ehrgeizige ZieleFavorit der Gruppe ist Tau Vitoria, der spanische Meister. "Das Team hat in der Vergangenheit immer wieder das Final Four erreicht." So etwa im vergangenen Jahr. Ehrgeizige Ziele verfolgt auch Olimpija Ljubljana, der slowenische Meister. "Der Klub will angreifen", sagt Harnisch. Solvente Geldgeber sollen hinter Olimpija stehen und den Aufbau der Mannschaft nach Kräften unterstützt haben. Der sechsmalige türkische Meister Fenerbahce Istanbul, in der vergangenen Saison immerhin Viertelfinalist, sowie der italienische Meisterschaftszweite Virtus Rom vervollständigen die weitgehend ausgeglichene Gruppe C.Ende Oktober beginnt für die insgesamt 24 Europaligisten der Kampf um den Einzug in die Zwischenrunde. Wollen die Berliner dazu gehören, müssen sie mindestens den vierten Platz belegen. "Das ist eine nicht ganz einfache Aufgabe, aber ich denke, wir haben durchaus die Chance, das zu schaffen", sagt Harnisch. Baldi verspricht: "Wir werden alles tun, um in die Runde der besten sechzehn Mannschaften zu kommen." Die neue Halle solle zu einer Festung werden, sagt er.Alba unter den besten Sechzehn des Kontinents - es wäre ein großer Schritt auf dem Weg in die sportliche Zukunft. Abseits des Spielfeldes haben die Berliner einen solchen Schritt bereits gemacht. Das fanden die Verantwortlichen bei der Europaliga, sei eine Würdigung wert, weshalb sie Alba mit dem Silver Devotion Marketing Award auszeichneten - für den am zweitbesten geführten Klub Europas und den am besten organisierten der zurückliegenden Saison im Uleb-Cup.Die Arena am Ostbahnhof mit 15 000 Sitzplätzen soll einen weiteren Impuls bringen. Das Engagement der Anschutz Entertainment Group haben die übrigen Europaligisten interessiert zur Kenntnis genommen. "Man spürt dieses Interesse deutlich", sagt Harnisch, "so eine Halle gibt es schließlich in Europa kein zweites Mal."Besonders neugierig sind natürlich Albas Gruppengegner. Und all die großen Favoriten im Teilnehmerfeld schauen sehr genau hin. Schließlich wollen sie wiederkommen, am 1. Mai. Dann nämlich beginnt in der Arena am Ostbahnhof das finale Ringen: Die besten vier Mannschaften kämpfen um die Krone des europäischen Basketballs. So wie es aussieht, in einem würdigen Rahmen.------------------------------Die erste RundeGruppe A: Maccabi Electra Tel Aviv, Olympiakos Piräus, Unicaja Malaga, Cibona Zagreb, Le Mans Sarthe Basket, AvellinoGruppe B: Montepaschi Siena, FC Barcelona, Panathinaikos Athen, Zalgiris Kaunas, Prokom Trefl Sopot, Sluc Nancy BasketGruppe C: Tau Vitoria Ceramica, Fenerbahce Istanbul, Virtus Rom, Olimpija Ljubljana, Joventut Badalona, Alba BerlinGruppe D: ZSKA Moskau (Titelverteidiger), Partisan Igokea Belgrad, Real Madrid, Efes Pilsen, Armani Jeans Mailand, Panionios On TelecomsTermine: Gruppenphase: 22. Oktober - 15. Januar; Zwischenrunde 28. Jan.- 12. März; Viertelfinale (Best of 5) 24. März - 8. April; Final Four 1. - 3. Mai in Berlin------------------------------Foto : Schnell in Cholet: Stefan Schumacher gewinnt das Zeitfahren.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner