Was ist eigentlich aus den guten alten Ansagen im Einzelhandel geworden, in der Art: „22 bitte 45“? Man konnte sich so schön seinen eigenen Reim darauf machen, wofür die Zahlenkombinationen stehen: Ein Code 22 in Sektor 45: „Oma am Spirituosenregal klaut.“ Zum Beispiel. Oder: „Kunde betatscht Obst“.
Diese Form der Kommunikation ist angesichts der voranschreitenden Digitalisierung aller Lebensbereiche untergegangen und hat zu einem Kulturwandel am Filialleiter-Mikrofon geführt. Das bedeutet aber nicht, dass die Lautsprecher über Tiefkühltruhen und Käsetheken für immer schweigen.
Im Gegenteil: Das Beschallungswesen entwickelt sich rasant weiter. Der alltägliche Einkauf gerät zu einem groß angelegten Angriff auf den auditorischen Kortex. Auf den Bereich der Großhirnrinde also, in dem die Geräuschkulisse den ersten Zwischenstopp einlegt.
Uglymeter
Aldi, Lidl & Co.: Deshalb verzichten Discounter auf das nervige Gedudel der Konkurrenz
Der geheime Sound-Trick beim Einkaufen: Was Berliner Supermärkte alles mit unseren Ohren und Gehirnen anstellen.
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Gedudel zur Gurke: In den Regalen eines Supermarkts liegen Obst und Gemüse.
© dpa
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