Einsamkeit

Allein in der Millionenstadt: Warum Berlin so viele Menschen vereinsamen lässt

Berlin wirkt lebendig, Parks und Cafés sind gut besucht – und doch fühlen sich viele Menschen einsam. Neue Studien zeigen, warum dieser Widerspruch kein Zufall ist.

Ellen Schuldes
Ellen Schuldes
4 Min
Wenn man alles hat und sich trotzdem leer fühlt

Wenn man alles hat und sich trotzdem leer fühlt

© Dmitrii Marchenko/Zoonar.com/IMAGO

Ende April fühlt es sich in Berlin so an, als würde die Stadt aus einem langen, tiefen Winterschlaf erwachen. Mit den ersten Sonnenstrahlen füllen sich die Terrassen, in den Parks sitzen Menschen dicht an dicht. Isolation scheint in diesen Wochen ein Fremdwort zu sein.

Doch der Eindruck trügt. Hinter der belebten Kulisse verbirgt sich oft ein Gefühl, das leise bleibt und dennoch viele betrifft: Einsamkeit. Die Erfahrung, sich ausgerechnet dort besonders allein zu fühlen, wo ständig Menschen um einen herum sind. Genau darin zeigt sich das Paradox der Großstadt: Je dichter das Leben, desto größer kann die Distanz zwischen den Menschen werden.

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