Ein Haus als Gefährte: Es ist ein inniges Gespräch, das die Ich-Erzählerin mit jenem Ort führt, der sich einst „Pixelzeile für Pixelzeile“ auf dem Computerbildschirm vor ihr aufgebaut hatte; damals, als die glückliche Patchworkfamilie einen Platz für sich auf dem Land suchte. „Das Haus hielt sein Schild für uns hoch, Waldschänke, romantisch und peinlich zugleich. Das Haus schaute uns zum ersten Mal an, missgelaunt und stolz, wie es mir seither meistens schien. Das lag wohl an den beiden Fenstern im ersten Stock, die breiter als hoch waren, wie zusammengekniffene Augen.“
Landleben
„Alleinruhelage“: Ein Haus als Lebens- und Erinnerungsanker
Eva Menasse entwickelt in ihrem Roman die großen Themen aus einem kleinen Haus in Mecklenburg. So schön geschrieben, dass man darin wohnen möchte. Die Kritik.
Bernadette Conrad
6 Min
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Die Schriftstellerin Eva Menasse. Das Wort „Alleinruhelage“, das ihrem neuen Roman den Titel gibt, bezeichnet vor allem in österreichischen Anzeigen eine freistehende Immobilie.
© Basso Cannarsa/Imago
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