Es gibt nicht viele Gebäude, deren bloße Hülle bei Besuchern einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Das Große Tropenhaus im Botanischen Garten gehört zweifelsohne dazu: Weithin sichtbar ragt seine große Kuppel aus Glas und Stahl empor, eine Form, die für Gebäude ebenso ungewöhnlich wie einprägsam ist. Etwa zwei Jahre lang war eben jener halbrunde Körper hinter grauen Planen verschwunden. Die Silhouette des Tropenhauses, sonst fein geschwungen und geometrisch gleichmäßig, hatte grauen Quadern Platz gemacht. Doch auch dieses Gebilde war einzigartig in seiner Form und rief Erinnerungen an ein anderes markantes Gebäude in Berlin wach: den von Christo 1995 verpackten Reichstag.Das Gewöhnliche passt einfach nicht zum Großen Tropenhaus. Auch 100 Jahre nach seiner Errichtung gilt es als architektonisches Meisterwerk. Meisterhaft war aber auch, was Architekten, Handwerker, Wissenschaftler und Gärtner in den vergangenen drei Jahren geleistet haben: Sie haben das riesige Gewächshaus komplett modernisiert. Zwar nicht bei laufendem Betrieb, wie es zunächst geplant war, aber mit bestmöglichem Ergebnis. Nun wird das sanierte Tropenhaus wieder für die Besucher geöffnet.Auch wenn es auf den ersten Blick manchmal nicht zu sehen ist: Das Haus hat sich an vielen Stellen verändert. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie, was es mit den beiden Urwaldriesen im Haus auf sich hat, warum die Scheiben nicht mehr beschlagen können und wie die Wiedereröffnung gefeiert wird.------------------------------Foto: Das Große Tropenhaus ist das Wahrzeichen des Botanischen Gartens in Dahlem. In den vergangenen drei Jahren wurde der markante Bau aufwendig saniert.Foto: Eingehüllt erinnerte das Große Tropenhaus an den verpackten Reichstag.
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