Als berühmtester Vater bei der WM

Johanna Rüdiger Cornelia Wolter
2 Min

Zehn Tage lang waren Wellesley und Jennifer Bolt in Berlin, um bei der Leichtathletik-WM vom 5. bis 23. August ihren Sohn Usain Bolt anzufeuern. Es hat geholfen: Er gewann drei Goldmedaillen und stellte zwei Weltrekorde auf. Die Eltern verbrachten zwar viel Zeit im Stadion, konnten sich aber auch noch in der Hauptstadt umsehen. Wir sprachen direkt nach der WM mit Usains Vater.Plötzlich um die Welt: Unglaublich, bis vor Kurzem hatten wir Jamaika nie verlassen, jetzt reisen wir zu den Wettkämpfen unseres Sohnes um die ganze Welt. Bis jetzt hat mich Peking am meisten beeindruckt: so sauber, so nette Menschen, so riesige Gebäude. Aber auch Berlin ist sehr schön.Berlin, Berlin: Als allererstes sind wir in den Zoo gegangen -das war großartig! So viele exotische Tiere mitten in der Stadt. Sehr gut hat mir auch das Aquarium gefallen mit den vielen unterschiedlichen Fischen. Es gibt sogar ein Becken mit Haien und eine Krokodilhalle, das hätte ich in einer großen deutschen Stadt wirklich nicht erwartet! Erstaunlich finde ich auch, dass es in Berlin fast so heiß ist wie in Jamaika. Ansonsten sind wir natürlich viel zwischen Hotel und Stadion gependelt, aber am Tag nach der WM hatten wir frei. Wir haben eine Stadtrundfahrt gemacht und sind auch einfach mal zu Fuß durch Berlin geschlendert.In der Heimat: Wir wohnen in einem kleinen Dorf im Norden Jamaikas. Dort habe ich einen Laden, in dem man fast alles kaufen kann: Obst, Gemüse und was man so im Haushalt braucht. Manchmal haben wir nicht mal fließend Wasser. Jetzt könnten wir natürlich woanders hin ziehen, aber wir bleiben lieber in unserem Dorf, uns gefällt es dort.Jamaika als Reiseziel: Ich finde es toll, dass durch Usain die Menschen jetzt auf Jamaika aufmerksam werden. Wir brauchen die Touristen, schließlich sind wir mit rund drei Millionen Einwohnern ein sehr kleines Land. Doch wer einmal hin kommt, der will gar nicht mehr weg: die lockeren Menschen, die weißen Strände, die berauschende Musik und das gute Essen -das alles macht Jamaika so großartig. Wenn wir zurückkommen, werden wir erst mal mit unserem Sohn durch Jamaika reisen, wir haben selbst noch viel zu wenig von unserem eigenen Land gesehen.Aufgezeichnet von Johanna Rüdiger und Cornelia Wolter.Mehr über die Heimat der Familie Bolt: www.visitjamaica.com

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