In diesem Jahr gelingt dem Ersten mit dem Film „3 ½ Stunden“ ein Werk jenseits der Erinnerungsroutine. Originell ist die Idee von Autor Robert Krause, die auf einer privaten Familiengeschichte basiert. Seine Großeltern aus Dresden kehrten an jedem Sonntag im August im Zug vom Westen in die Heimat zurück. Dreieinhalb Stunden dauert nun die fiktive Fahrt von München bis zur Grenze, wo die Lok ausgetauscht wird. Als sich über Kofferradios die Nachricht von der Grenzschließung verbreitet, bieten die Stationen Nürnberg, Bamberg und Ludwigsstadt Chancen für einen Ausstieg – nicht nur aus dem Zug, sondern aus dem Leben in der gerade abgeriegelten DDR.
Filme zu 60 Jahre Mauerbau
Als der Westen das helle Licht war
Stacheldraht, getrennte Familien, dramatische Fluchten. Der Mauerfilm ist längst ein eigenes TV-Genre – auch zum 60. Jahrestag des Mauerbaus.
5 Min
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Edith Salzmann (Luisa-Céline Gaffron) und Kurt Blochwitz (Vincent Redetzki) werden kontrolliert. Szene aus dem Film „3 ½ Stunden“.
© ARD/Degeto
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