Ein „Ticket ins diffuse und abenteuerliche Berlin Anfang der 80er“ verspricht das Label Hit Thing, „mitten hinein in Nick Caves heiße Übergangsphase von The Birthday Party zu den Bad Seeds“. Die Rede ist von „Burnin’ the Ice“, der lange vergriffenen 1983er-Studioplatte der Berliner Post-Punk-Band Die Haut. Zum 25. April wird sie wieder aufgelegt. Vier der sieben Tracks darauf sind Songs, eingesungen von einem illustren Gastmusiker: dem damals mit 25 Jahren blutjungen Nick Cave. An einem Wendepunkt seiner Laufbahn.
Ein durchaus experimentelles, wenn nicht sogar sperriges Stück Klangzeitgeschichte (samt krachiger Gitarren und einem Cave, der sich in Rage singt), das aber schon auf vieles vorausweist, was für Cave noch wichtig werden wird, um mit der Zeit zum größten Rock-Noir-Star des Planeten zu werden – im Grunde von Berlin aus. 1982 war der Australier Cave ja in West-Berlin gestrandet. Doch noch bevor er und seine Bandkumpels von The Birthday Party im August 1982 von London so richtig dorthin übersiedelten, hatte man bereits im Juni 1982 ein Konzert in West-Berlin gegeben. Dafür brauchten The Birthday Party noch einen Support Act, den sie mit Die Haut auch fanden.
Rock
Als Nick Cave 1982 ein Berliner war: „400 D-Mark Miete für 250 Quadratmeter, mit Proberaum im Keller“
Die Berliner Post-Punk-Band Die Haut nahm 1982 mit Nick Cave als Gastsänger ihre erste richtige Platte auf: „Burnin’ the Ice“. Ein Zeugnis aus einem Berlin, das es so nicht mehr gibt.
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Nick Cave
© Rainer Berson
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