Bevor der Wilmersdorfer Volkspark entstand, prägte ein prächtiger See das Viertel. Seit Donnerstag, dem 29. Oktober 2026, erzählt die Sonderausstellung „Ab ins Jrüne! Als Wilmersdorf noch Seebad war“ im Schoeler Schlösschen in der Wilhelmsaue 126 die Geschichte des seit über 100 Jahren verschwundenen Gewässers. Der Eintritt für die Ausstellung ist frei.
Die Retrospektive zeichnet den Weg vom Dorfsee über das beliebte Ausflugsziel „Schramms Seebad“ bis zur modernen Parkanlage nach. Historische Aufnahmen und Exponate dokumentieren dabei eindrucksvoll den dramatischen Wandel des Kiezlebens rund um die Jahrhundertwende. Ein Höhepunkt der Eröffnung ist die Wiederaufführung des historischen „Wilmersdorfer Schramm-Marsches“. Die Polka lässt die Atmosphäre des damaligen Seebads musikalisch wiederaufleben. Ergänzend bietet das Haus im Ausstellungszeitraum thematische Führungen durch das älteste erhaltene Wohngebäude Wilmersdorfs an.
Parallel startet das Beteiligungsformat „Geschichtsprojekt am Schoeler“. Nach dem Prinzip der „Citizen Science“, also der Bürgerwissenschaft, können Interessierte die Historie des Schlösschens erforschen und an einer Broschüre mitwirken. Das erste Treffen findet am Montag, dem 2. November, um 18 Uhr statt. Die Ausstellung läuft bis zum 3. März 2027.
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