Eigentlich wirkt das SAP-Gebäude in der Rosenthaler Straße mit seiner abgerundeten Glasfassade ja schon sehr transparent. Aber das lässt sich noch steigern. Seit Freitagabend gibt es dort eine Installation namens "raw data", die das Haus des Softwareherstellers völlig transparent machen soll. "Wir wollen damit den technischen maschinellen Charakter des SAP-Standortes betonen", sagt Torsten Oetken von der Gruppe Berliner Medienkünstler vismat inc. Oetken und seine Kollegen haben an der Gebäudefassade mehrere Riesenbildschirme angebracht. Auf denen - und mittels Projektoren auch an Decken und Wänden innerhalb des Hauses - werden laut Oetken fünf verschiedene Zustände dargestellt: nämlich Klima, Bewegung, Kommunikation, Energie und Lärm. Das klingt ziemlich kompliziert, ist es aber nicht. Bei "Energie" wird beispielsweise der aktuelle Stromverbrauch und ein Wärmebild des Hauses angezeigt, bei "Kommunikation" ist zu sehen, wie viele E-Mails gerade bei SAP ankommen oder abgehen, und welche Handy-Netze aktiv sind. Abrufbar sind die 45 Sekunden langen Datenblöcke von jedermann über die kostenlose Telefonnummer 0800-729 32 82. Das kann auch für den Normalbürger einen ganz praktischen Nutzen haben: Wer beispielsweise die Rubrik "Klima" anwählt, kann sich im Vorbeigehen die aktuellen Wetterdaten im Großformat in der Rosenthaler Straße liefern lassen - Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit, Regenmenge und eine aktuelle Wetterkarte. Na, wenn das kein Blickfang ist. Staatsministerin Christina Weiss, die das Projekt im Rahmen des internationalen Medienkunstfestivals "transmediale" eröffnete, war jedenfalls beeindruckt. Und SAP-Niederlassungschef Torsten Koß war sich sicher, dass sich sein Unternehmen auch damit "schnell in die pulsierende Mitte Berlins integriert hat".------------------------------Foto: Christina Weiss, Staatsministerin
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