Altbischof Joachim Reinelt wird am Mittwoch 90 Jahre alt. Das Bistum Dresden-Meißen feiert das Jubiläum am Sonntag, 25. Oktober, um 18 Uhr mit einem Dankgottesdienst in der Dresdner Kathedrale. Danach gibt es einen Empfang im Haus der Kathedrale an der Schloßstraße 24, bei dem Gäste dem Altbischof persönlich gratulieren können. Eingeladen sind Gläubige, Wegbegleiter und Interessierte.
Reinelt leitete das Bistum vom 20. Februar 1988 bis zum 20. Februar 2012, also 24 Jahre lang. Er trat das Amt noch in der DDR an und führte die Diözese in Sachsen und Ostthüringen durch die Friedliche Revolution 1989/90. In seine Amtszeit fielen der Aufbau neuer kirchlicher Strukturen, der Bau und die Sanierung von Kirchen, die Gründung katholischer Schulen, der Katholikentag 1994 in Dresden und die Seligsprechung des sorbischen Kaplans Alojs Andritzki 2011. In diese Jahre fielen auch die ersten Erkenntnisse zum Umfang des Missbrauchsskandals in der Kirche.
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Geboren wurde Reinelt am 21. Oktober 1936 in Neurode in der Grafschaft Glatz in Niederschlesien. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs er in Radeberg auf. 1961 weihte ihn Bischof Otto Spülbeck in Bautzen zum Priester. Es folgten Stationen als Kaplan in Gera, Freiberg und Dresden, als Pfarradministrator in Freiberg und als Pfarrer in Altenburg. 1986 wurde er Diözesan-Caritasdirektor in Dresden. 2011 erhielt er die Sächsische Verfassungsmedaille, 2012 das Große Bundesverdienstkreuz. Seit seinem Ruhestand lebt er in Dresden und ist weiter zu Gottesdiensten und Firmungen im Bistum unterwegs.
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