Für viele Menschen ist der Samstag der Einkaufstag. An diesem Wochenende fällt er aus. Der Tag der Deutschen Einheit ist der einzige Feiertag, den der Bund selbst festgelegt hat.
Er steht im Einigungsvertrag. Alle anderen Feiertage regeln die Länder. Im Alltag heißt das: Supermärkte, Baumärkte und Ämter bleiben am Samstag bundesweit geschlossen. Am Sonntag sieht es in den meisten Orten aber auch nicht anders aus.
Bremen richtet 2026 die Einheitsfeier aus
Einen Ausgleich gibt es nicht. Fällt ein Feiertag aufs Wochenende, wird er in Deutschland nicht nachgeholt. Zuletzt fiel der Einheitstag 2020 auf einen Samstag. Im nächsten Jahr liegt er sogar auf einem Sonntag.
Bremen richtet dieses Jahr vom 2. bis 4. Oktober die zentrale Einheitsfeier aus und erwartet mehr als 400.000 Gäste. In München endet am Sonntag das Oktoberfest. Und in drei Bundesländern beginnen am Montag die Herbstferien.
Zehn Dinge, die Sie zum Wochenende wissen sollten
1. Bis Freitag einkaufen
Das ist die wichtigste Regel. Erledigen Sie größere Einkäufe bis Freitag. Denken Sie auch an Getränke, Tierfutter und Hygieneartikel. Am Nachmittag dürften die Märkte voll sein.
2. Verkaufsoffene Sonntage prüfen
Am 4. Oktober gibt es einige Ausnahmen. In Bremen dürfen die Geschäfte in der City und im Viertel von 13 bis 18 Uhr öffnen. Auch Erfurt und 28 Städte in Nordrhein-Westfalen haben verkaufsoffenen Sonntag. In Berlin öffnen einzelne Häuser wie das KaDeWe.
3. Notlösung: Bahnhof und Tankstelle
Wer etwas vergessen hat, wird an Tankstellen, in Bahnhöfen und an Flughäfen fündig. Wie groß das Angebot dort ist, bestimmt jedes Land selbst. Oft haben an Feiertagen nur Läden für Reisebedarf geöffnet, und auch die nur einige Stunden.
4. Medikamente rechtzeitig holen
Lösen Sie Dauerrezepte am besten unter der Woche ein. Im Notdienst dürfen Apotheken eine Gebühr von 2,50 Euro verlangen, müssen es aber nicht. Hat die Ärztin auf dem Rezept das Feld „noctu“ angekreuzt, zahlt die Krankenkasse. Ein Detail am Rande: An einem normalen Samstag fällt die Gebühr erst ab 20 Uhr an. Wegen des Feiertags gilt sie diesmal den ganzen Tag.
5. Banken und Ämter bleiben zu
Bankfilialen und Bürgerämter bleiben geschlossen. Das gilt auch für Ämter, die sonst samstags Sprechstunde haben. Bei Überweisungen ändert sich kaum etwas, denn der Samstag ist ohnehin kein Bankarbeitstag. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst arbeiten wie gewohnt.
6. Keine Pakete am Samstag
Am Feiertag stellen die Paketdienste nicht zu. DPD holt am 3. Oktober bundesweit nichts ab und liefert nichts aus. Auch den DHL-Service „Liefertag“ gibt es an Feiertagen nicht. Ihr Paket kommt frühestens am Montag.
7. Freitag wird voll auf den Straßen
Weil es kein verlängertes Wochenende gibt, erwartet der ADAC keinen zusätzlichen Feiertagsverkehr. Der Autoclub ACE warnt dagegen vor sehr vollen Straßen am Freitag, auch weil viele ihren Einkauf vorziehen. Dazu kommen die Herbstferien in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie rund 1060 Autobahnbaustellen. Rund um München sorgt das Ende des Oktoberfests für zusätzlichen Verkehr.
8. Zwei Tage ohne schwere Lkw
Am Samstag und am Sonntag dürfen Lkw über 7,5 Tonnen zwischen 0 und 22 Uhr keine Güter gewerblich transportieren. Wer eine Lieferung oder einen Umzug mit einer Spedition plant, sollte das einrechnen.
9. Wer arbeitet, bekommt einen Ersatztag
Wer am 3. Oktober arbeiten muss, hat Anspruch auf einen freien Ersatztag. Er muss innerhalb von acht Wochen liegen. Dazu zählt auch die Zeit vor dem Feiertag. Laut Bundesarbeitsgericht muss es ein ganzer freier Werktag sein. Tarifverträge können davon abweichen. Wer ohnehin nur montags bis freitags arbeitet, bekommt keinen Ausgleich, es sei denn, sein Vertrag sieht das vor.
10. Die wichtigsten Nummern bereithalten
Arztpraxen bleiben am Wochenende zu. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist bundesweit rund um die Uhr unter der kostenlosen Nummer 116 117 erreichbar. Er hilft bei Beschwerden, die nicht bis Montag warten können, aber kein Notfall sind. Bei Lebensgefahr gilt weiter die 112. Welche Apotheke Notdienst hat, steht an jeder Apothekentür und im Internet, etwa bei der Notdienstsuche der Apothekerkammern.
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