Die Festivalprogramme werden sich immer ähnlicher" hat Ulrich Eckhardt, der Intendant der Berliner Festspiele, festgestellt. Sein fester Glauben, daß das nicht auf die 48. Berliner Festwochen zutrifft, muß nicht extra erwähnt werden. Ab Mittwoch wird, begleitet von einer Ausstellung in der Staatsbibliothek, das Musikpanorama zweier Jahrhunderte in Wien von 1750 bis 1950 beleuchtet alle neun Sinfonien von Anton Bruckner werden aufgeführt, sämliche Beethoven-Streichquartette, das Werk Schönbergs und Zemlinskys, um nur Beispiele zu nennen.Mit insgesamt 28 Projekten widmet sich das Ressort Theater der angelsächsischen "Next Generation"; Mark Ravenhills neues Stück "Handbag" wird zu sehen sein, eine "Junk Opera" erzählt makaber die Geschichte vom Struwwelpeter, das Team der DT-Baracke stellt in szenischen Lesungen neue britische Stücke vor.Entdeckungen versprechen auch zwei weitere Ausstellungen: "Sensations" (ab 30. 9. im Hamburger Bahnhof) präsentiert die junge britische Künstlergeneration von Damien Hirst bis Fiona Rae. Die Festspielgalerie zeigt ab 3. 9. Helen Levitts Fotografien. Die hierzulande weitgehend unbekannte New Yorkerin, die vollmundig als "Vorbild fast aller jungen Fotografen" bezeichnet wird, lernte 1935 Henri Cartier-Bresson kennen und begann, von ihm beeinflußt, auf den Straßen von Brooklyn, Harlem und der Bronx Alltagssituationen einzufangen.48. Berliner Festwochen, 2. September bis 5. Oktober. Karten im Festivalbüro (Budapester Straße 50, geöffnet Mo Fr 10 18, Sa 10 14 Uhr, mit Festivalbeginn auch So 10 14 Uhr). Im Internet unter www.berlinerfestspiele.de
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